Hartberg gegen WAC um ersten Saisonsieg

Nachdem vom Ergebnis her verpatzten internationalen Debüt muss der TSV Hartberg den Fokus auf die Liga richten und empfängt am Sonntag (14.30 Uhr) den WAC, der für die Europa-League-Gruppenphase fix qualifiziert ist. Im Niederösterreich-Derby wollen die Admira und St. Pölten den ersten Sieg (14.30 Uhr). Die Wiener Austria geht im Heimspiel gegen die SV Ried als Favorit in die Partie (17.00 Uhr).

Regenerieren, analysieren und den „vollen Fokus auf den WAC“ lautete das Rezept von Hartberg-Trainer Markus Schopp, um das Negativerlebnis von Gliwice vergessen zu machen. „Wir wissen, was für ein Programm wir haben, wissen, was uns mit dem WAC erwartet“, hielt er fest. Die Kärntner verloren ihr Auftaktspiel 1:3 gegen Salzburg. „Gegen Salzburg haben wir auch in Unterzahl lange gut dagegengehalten“, sagte Trainer Ferdinand Feldhofer. „Das Spiel kann man wegen des frühen Ausschlusses nicht bewerten.“ Er orientiert sich an früheren Vergleichen. „Die Hartberger haben uns in der Meistergruppe das Leben schwer gemacht, aber das ist in diesen Spielen vor allem an uns selbst gelegen.“

Austria-Coach Peter Stöger hat nichts gegen eine Favoritenrolle gegen Ried: „Wenn man das als Last oder Bürde sieht, ist man hier beim falschen Club“, sagte der General Manager Sport der Wiener. Mit Ried gebe es eine Aufgabe, mit der man „klarkommen muss“. Dieser Herausforderung stelle man sich. Der Aufsteiger aus dem Innviertel hat im Gegensatz zur Austria, die zum Saisonauftakt beim LASK ein 0:1 kassierte, ihr Erfolgserlebnis schon gefeiert. Das 3:2 gegen die WSG Tirol dank eines Treffers tief in der Nachspielzeit war für Trainer Gerald Baumgartner „Gold wert“. Gegen die Austria und Salzburg warten auf die Oberösterreicher nun Partien, in denen sie aus der Ausgangslage als Underdog überraschen wollen. Baumgartner sprach vor der Reise nach Wien von einem Duell „David gegen Goliath“.

Admira-Interimstrainer Patrick Helmes appellierte nach dem verpatzten Start bei Rapid an die Grundtugenden und die Einsatzbereitschaft seiner Spieler. Die St. Pöltner waren mit der Leistung beim 0:0 gegen Sturm Graz nicht unzufrieden, aber noch nicht beim Maximum angelangt. „Ich persönlich freue mich riesig auf das Match. Es wird etwas Besonderes in meinem Leben sein“, meinte der frühere Goalgetter, der beim 1. FC Köln, Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg aktiv war. Für den 36-Jährigen wird es überhaupt das erste Spiel als Cheftrainer bei den Profis sein. Auch SKN-Leitwolf Robert Ibertsberger erwartet „ein anderes Gesicht“ der Admira am Sonntag. „Der plötzliche Trainerwechsel war für unsere Spielvorbereitung nicht ganz ideal“, gab der Trainer zu.

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