Heimopfer: FPÖ appelliert an das Land

Abwerzger spricht sich für außergerichtliche Einigung aus.
© Foto TT/Rudy De Moor

Der Entwurf für einen Verjährungsverzicht der Landesregierung bei Klagen von Missbrauchsopfern in ehemaligen Erziehungsheimen des Landes sorgt weiter für Debatten. Für FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger dürfen die Opfer nicht auf das Wohlwollen der Landesregierung angewiesen sein. „Bereits entschiedene Klagen können aber nicht neuerlich eingeklagt werden“, widerlegt Abwerzger jedoch die Forderung von SPÖ-Chef Georg Dornauer, dass neuerliche Klagemöglichkeiten für jene Missbrauchsfälle geschaffen werden, die bereits einmal vom Gericht wegen der Verjährungseinrede des Landes Tirol rechtskräftig abgewiesen wurden. Einzig möglich sei ein neuerlicher Einigungsversuch des Landes mit den Missbrauchsopfern, deren Klagen abgewiesen worden sind. „Man muss auch diese Opfer entschädigen“, so Abwerzger. Zugleich appelliert er auch an private oder konfessionelle Betreuungseinrichtungen wie die Kirche, bei Klagen auf die Verjährung zu verzichten. (pn)

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