Ildiko Gaspar führt Regie bei Nibelungen-Festspielen Worms

Die ungarische Regisseurin Ildiko Gaspar führt bei den Nibelungen-Festspielen 2021 in Worms die Regie bei dem geplanten Jubiläumsstück über den Reformator Martin Luther (1483-1546). „Wir denken an etwas Spektakuläres. Ich arbeite meistens mit Video, Licht und Musik, so dass man meine Arbeiten in den Kritiken oft ein Gesamtkunstwerk nennt“, sagte Gaspar.

Die Festspiele finden seit 2002 vor dem Dom statt. „Der Dom ist enorm, ein riesiges Format, da müssen wir auch von unserer Seite etwas von gleichem Format schaffen.“

Das Stück schreibt der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss. Gaspar hat schon in Schweden sein Stück „Frau Schmitz“ inszeniert. „Ich mag seine Werke“, sagte die Regisseurin. „Als er angerufen hat, habe ich sofort zugesagt.“ Mit Bärfuss und dem Dramaturgen Thomas Laue bespreche sie bereits Details. „Wir gehen alle zusammen wirklich in dieselbe Richtung. Wir haben mit meinem Team bereits szenische Ideen, aber wir wollen noch nicht öffentlich darüber sprechen.“

In diesem Jahr waren die Nibelungen-Festspiele der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Für 2021 könne niemand sagen, was komme, sagte Gaspar. „Wir arbeiten so, als würden sie stattfinden. Denn sonst könnte man nicht arbeiten.“ Sie glaube daran, dass etwas Schönes entstehe. „Auch jetzt, wo es sich erst in unseren Köpfen befindet. Schon dadurch entsteht etwas.“ Sie könne sich nicht vorstellen, dass diese Mühen völlig vergeblich seien. „Notfalls zeigen wir es später.“

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Worms feiert 2021 ein großes Luther-Jahr - dann jährt sich die Widerrufsverweigerung des Reformators zum 500. Mal. Am 18. April 1521 hatte Luther sich vor dem Reichstag in Worms geweigert, seine Schriften zu widerrufen - die Reformation nahm ihren Lauf.


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