„Schutz für Forchet politisch tot“: Streit in Haiming geht weiter

GR Bernhard Zolitsch ärgert ein Social-Media-Video der Grünen.
© Parth

Haiming – Wie die TT berichtete, wollte die Gemeinde Haiming ihr Raumordnungskonzept genehmigen lassen, was die Tiroler Landesregierung auf Betreiben der Grünen verweigerte. Daraufhin landete die Säumnisbeschwerde beim Landesverwaltungsgericht. Während die juristischen Mühlen weitermahlen, geht nun der Politstreit rund um das Haiminger Forchet, einen der letzten Talwälder des Inntals, weiter.

Der Grünen-Klubobmann Gebi Maier lancierte jüngst ein Video zur Causa. Der Inhalt des Videos ruft nun die Haiminger Roten auf den Plan. Alexandra Zolitsch, Vorsitzende der SPÖ Haiming, ortet „eine Politik der Halbwahrheiten“ in Folge der Aushebelung des Raumordnungsbeschlusses der Gemeinde Haiming. So heißt es im O-Ton des Videos: „Das Forchet ist im Moment bedroht, weil die Gemeinde Haiming im Forchet 10 Hektar für Wohnungen, aber auch für Gewerbegebiet widmen will.“

SP-Funktionärin Alexandra Zolitsch ist empört: „Es ist unser Bestreben, künftigen jungen Familien eine Perspektive zum Bau eines Eigenheims zu bieten. Rein aus politischem Kalkül heraus auf dem Rücken dieser hier Politik zu betreiben, ist abzulehnen.“ Die Lösung des Problems liege nach Ansicht der Grünen darin, Ortskerne zu beleben, alte Bausubstanz zu revitalisieren und bereits gewidmete Baulandflächen zu mobilisieren.

„Das zentrale Forchet ist zweifelsfrei schützenswert, das hat auch die SPÖ stets betont. Doch durch die laufenden Polit-Fouls der Grünen ist für mich eine Unterschutzstellung des Forchets politisch tot“, erklärt SP-Gemeinderat Bernhard Zolisch. (top)

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