Papst empfing Mikl-Leitner und Gruppe autistischer Kinder

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bischof Alois Schwarz sind am Montagvormittag mit einer Gruppe von acht Kindern eines St. Pöltner Autismuszentrums, zu einer Privataudienz mit Papst Franziskus empfangen worden. Am Treffen mit dem Heiligen Vater waren auch Betreuer und Angehörige der Kinder sowie Landesrat Martin Eichtinger anwesend.

„Ich bin glücklich, eure Gesichter zu sehen und ich lese in euren Augen, dass ihr auch glücklich seid, ein wenig mit mir zu sein“, sagte der Papst. „Gott hat die Welt mit einer großen Vielfalt von Blumen in allen Farben geschaffen. Jede Blume ist schön und ist einmalig. So ist auch jeder von uns vor den Augen Gottes schön und er liebt uns. Damit entsteht das Bedürfnis Gott zu sagen: Danke! Danke für das Geschenk des Lebens und danke für alle Lebewesen. Danke für Mutter und Vater, danke an all unseren Familien“, sagte der Papst.

Auf Deutsch bat der Heilige Vater die Anwesenden, für ihn zu beten: „Diese Arbeit ist nicht einfach.“ Der Papst dankte Mikl-Leitner, den Eltern der Kindern und allen Begleitern für das Treffen. Die Kinder besuchen das St. Pöltner Ambulatorium „Sonnenschein“. Dabei handelt es sich um ein 1995 gegründetes sozialpädiatrisches Zentrum, das Diagnose, Beratung und Therapie für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen verbindet. Die Kinder überreichten dem Papst ein selbstgemaltes Bilder mit einer großen Sonne.

Wie Mikl-Leitner der APA berichtete, habe sich die Gruppe monatelang auf die Reise vorbereitet. Die Idee sei in der Zeit vor der Coronavirus-Epidemie entstanden. Es ist die erste Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die der Papst seit Beginn der Pandemie empfängt. Mikl-Leitner überreichte dem Heiligen Vater einen Weinstock als Gastgeschenk. Der Grüne Veltliner wurde dann in den Vatikanischen Gärten eingesetzt.

Vor der Audienz mit Franziskus traf Mikl-Leitner Kurienkardinal Peter Turkson, Präfekt des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, zu Gesprächen über ökologische Themen. Der Kardinal ist mit der Umsetzung der vor fünf Jahren erlassenen Enzyklika „Laudato Si“ betraut, in der sich Papst Franziskus für einen nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz ausgesprochen hat.

Die ÖVP-Politikerin stellte Turkson die Initiative „Natur im Garten“ vor. Diese wurde vor 20 Jahren in Niederösterreich als Bürgerbewegung für ökologischen Gartenbau gegründet. Der Initiative haben sich nach Angaben von Landesrat Eichtinger inzwischen über 70 Prozent aller Gemeinden des Bundeslandes angeschlossen.

Bei ihrem Rom-Besuch zeichnete die niederösterreichische Landeshauptfrau am Sonntag den Garten der österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl mit dem ökologischen Zertifikat „Natur im Garten“ aus. Damit wird die nachhaltige Bewirtschaftung des Gartens im Sinne der Papst-Enzyklika „Laudato Si“ hervorgehoben. Zusätzlich wurde in der österreichischen Botschaft ein Schaubeet mit Pflanzen aus Niederösterreich eingerichtet.


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