Viel Lärm um stilles Örtchen in Fulpmes: Aufsichtsbeschwerde gegen BM Denifl

Symbolfoto.
© Ralf Hirschberger

Fulpmes – In Fulpmes sorgt eine öffentliche Toilettenanlage für heftige Debatten, die ihren vorläufigen Höhepunkt in einer gestern eingebrachten Aufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Robert Denifl gefunden haben.

Hintergrund der Geschichte: Denifl hat bereits vor einiger Zeit eigenmächtig ein selbstreinigendes WC in Auftrag gegeben. Dieses soll Mitte Oktober in Betrieb genommen werden – nicht einmal einen Steinwurf entfernt von der bestehenden öffentlichen Toilettenanlage. Kostenpunkt: 50.000 Euro. Das Geld dafür entnahm der Bürgermeister aus dem Budget der gemeindeeigenen Veranstaltungsbetriebe. Auch das entschied er eigenmächtig, ohne den Gemeinderat oder den zuständigen Ausschuss zu informieren, geschweige denn zu befragen.

Es habe immer wieder Beschwerden über Verschmutzungen in der bestehenden Anlage gegeben, erklärt der Bürgermeister. „Das sind untragbare Zustände. Das Klo ist kaum sauberzuhalten“, erklärt Denifl gegenüber der TT. Also entschied er sich, ein selbstreinigendes WC zu bestellen. „Das wird nach jeder Benützung gereinigt und desinfiziert. Eine wichtige Sache in Zeiten von Corona“, so Denifl. An seinem Alleingang findet er nichts Verwerfliches. Bei den Veranstaltungsbetrieben liege „das Geld ja eh nur herum“.

Ganz anders sieht das Peter Gleinser, Obmann des Ausschusses für gemeindeeigene Veranstaltungsbetriebe. „Der Bürgermeister hätte den Kauf über 50.000 Euro nicht eigenmächtig veranlassen dürfen. Mir bleibt gar nichts anderes übrig, als Aufsichtsbeschwerde einzureichen“, erklärt Gleinser. Die Beschwerde haben insgesamt neun Gemeinderäte unterschrieben. (dd)


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