Bundesverwaltung wird bei Stromversorgung grün

Die Bundesverwaltung wird in puncto Stromversorgung grün. In Zukunft sollen alle Dienststellen des Bundes und alle nachgelagerten Dienststellen nur noch erneuerbaren Strom beziehen, erklärte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Mittwoch vor dem Ministerrat: „Das ist ein wichtiger Schritt, denn auch wir haben Hausaufgaben zu erledigen.“

Der Ausschreibungsprozess zur Beschaffung von Strom gemäß den Anforderungen der Umweltzeichen-Richtlinie „UZ46“ soll am Mittwoch im Ministerrat auf den Weg gebracht werden. „In jedem Ministerium, jeder Polizeidienststelle, in jedem Bezirksgericht und in jeder Bundesschule wird künftig erneuerbarer Strom bezogen. Damit sparen wir jährlich 67.000 Tonnen CO2 auf einen Schlag“, betonte die Umweltministerin.

Das sei auch ein Signal an den Markt und an die Energieversorger, so Gewessler: „Ja, wir nehmen den Ausbau der erneuerbaren Energien ernst.“ Die Umweltministerin verspricht sich durch die Beschaffung einen „Boost“ für erneuerbare Energie. Heute werde ein erster Schritt für eine klimaneutrale Verwaltung auf den Weg gebracht. „Das freut mich sehr.“

„Die Klimakrise ist die große Herausforderung unserer Zeit“, argumentierte die Klimaschutzministerin. Daher müsse man jetzt die Rahmenbedingungen schaffen und die großen Hebel in Bewegung setzen. Ein derartiger, großer Hebel sei das Erneuerbaren Ausbau Gesetz, das vergangene Woche in Begutachtung geschickt wurde. Es gebe aber auch eine andere Ebene, auf der Politik Verantwortung übernehmen müsse, etwa der heute beschlossene Umstieg der Bundesverwaltung auf Grünen Strom.


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