Coronavirus-Cluster - Kritik nach Hochzeit im Waldviertel

Eine türkische Hochzeit in Schrems (Bezirk Gmünd), die Ausgangspunkt eines Coronavirus-Clusters mit 13 positiven Fällen und 150 Personen in Quarantäne geworden ist, sorgt für Kritik an Stadtchef Karl Harrer (SPÖ). Dem Bürgermeister scheine die Begrenzung auf 200 Personen egal gewesen zu sein, als er eine Veranstaltung für 350 Personen genehmigt habe. Geworden seien es sogar 700 Personen, schrieb der Waldviertler Nationalratsabgeordnete Lukas Brandweiner (ÖVP) auf Facebook.

Besonders ärgerlich sei, dass in den vergangenen Wochen und Monaten viele Paare ihre Hochzeit „verschoben, verkleinert oder in anderem Rahmen gefeiert“ hätten, so der Mandatar weiter. Die Gästezahl bei der Feier in Schrems sei „unverantwortlich und respektlos gegenüber den Menschen, die sich an die Regeln halten“. Brandweiner äußerte nicht zuletzt die Hoffnung, dass „die Gesundheitsbehörde den Cluster trotz der erschwerten Voraussetzungen in den Griff“ bekomme.

Am Dienstag gab es laut dem Landessanitätsstab im Zusammenhang mit der Hochzeit 13 positive Fälle. 150 Personen waren in Quarantäne. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass der Cluster weiter anwächst.


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