„Zukunftswerkstatt“ der Jesuiten in der Sillgasse feierlich eröffnet

Die neue „Zukunftswerkstatt“ der Jesuiten soll einen Ausstieg aus dem Alltag erlauben.

Pater Helmut Schumacher, Leiter der Zukunftswerkstatt (3. v. r.), präsentierte die neuen Räumlichkeiten - hier den Meditationsraum. Im Bild (v. l.) Provinzial Pater Bernhard Bürgler, Bischof Hermann Glettler, der Geschäftsführer des Jesuitenkollegs, Christoph Kogler, Architekt Clemens Widmann, Angela Messner (Mitbewohnerin in der Zukunftswerkstatt), Spiritual Pater Josef Thorer und Pater Christian Marte, Rektor des Jesuitenkollegs.
© Sigl

Innsbruck – Die „Zukunftswerkstatt“ im Gebäudekomplex des Jesuitenkollegs in der Innsbrucker Sillgasse ist fertig. Mit einem Gottesdienst und einer Segnungsfeier, geleitet von Bischof Hermann Glettler bzw. Jesuiten-Provinzial Pater Bernhard Bürgler, wurden die Räume offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Es handle sich um einen Ort für junge Männer und Frauen zwischen 18 und 30 Jahren, „die in ihrem Leben vor zentralen Entscheidungen stehen und Begleitung brauchen, die einen Raum der Stille suchen, an dem sie ihr Leben ordnen können, die Fragen nach Gott haben oder generell auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt sind“, erklärt Pater Helmut Schumacher, Leiter der Zukunftswerkstatt.

Die Angebote (die bisher schon über 40 junge Erwachsene aus dem gesamten deutschsprachigen Raum genützt haben) reichen von (Kurz-)Exerzitien über Bergwochenenden bis hin zu Berufungscoachings. „Es besteht die Möglichkeit, bis zu ein Jahr lang mit uns mitzuleben, um in dieser Zeit wichtige Fragen zu klären“, so Schumacher.

Die „Zukunftswerkstatt“, gestaltet nach Plänen des Architekten Clemens Widmann, umfasst u. a. eine eigene Wohnung im Jesuitenkolleg, fünf Gästezimmer, eine große Wohn- und Essküche, einen Meditationsraum mit Blick in den Jesuitengarten und einen Kreativraum, in dem man malen, modellieren und muszieren kann. Laut Schumacher haben die Jesuiten über 400.000 Euro investiert, wobei hier Zuschüsse von Diözesen und von anderen Ordens- gemeinschaften erfolgt seien.

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Bischof Glettler zeigt sich „glücklich“ über einen Ort, an dem sich junge Erwachsene „aus dem gewohnten Alltag für eine bestimmte Zeit herausnehmen können, um ihre ganz persönliche Lebensspur und Berufung zu finden“. Dabei gehe es nicht nur um eine berufliche Perspektive, „sondern tiefer und weitreichender um eine Grundausrichtung des Lebens“.

Details: www.zukunftswerkstatt-innsbruck.org, office@zukunftswerkstatt-innsbruck.org, Tel. 0664/6217173. (md)


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