Nach dem Lehrjahr träumen die Raiders schon vom Meistertitel

Die Swarco Raiders Basketballer starten am Sonntag gegen Güssing/Jennersdorf erstmals mit Profis in die zweite Liga.

Der neue alte Headcoach Amir Medinow (l.) und Kapitän Stefan Oberhause­r haben mit den Swarco Raiders heuer Großes vor.
© Raiders

Von Roman Stelzl

Innsbruck – Glänzende Augen, große Worte und eine noch größere Euphorie: Die Swarco-Raiders-Basketballer versprühen vor dem Auftakt der zweiten Bundesliga am Sonntag so viel Zuversicht, dass man meinen möchte, es hätte die ganze Vorgeschichte gar nicht gegeben. Diesen vorletzten Rang in der abgebrochenen Vorsaison. Oder den späten Trainerwechsel im Frühjahr. Oder freilich die Corona-Pandemie, die sich bis ins Hier und Jetzt erstreckt.

Doch Schnee von gestern, nun wollen die Innsbrucker nach „Lehrjahr eins“ bereits die Meisterprüfung machen. „Wir wollen immer gewinnen“, sagt Kapitän Stefan Oberhauser voller Ehrgeiz und ergänzt auf die Frage, ob der Meistertitel das Ziel sei: „Warum nicht? Wir sind zwar erst im zweiten Jahr, aber wenn wir die Play-offs erreichen, ist für uns alles möglich.“

In dasselbe Horn stößt der langjährige Trainer Amir Medinow, der von 2013 (damals noch SVO Innsbruck) bis 2019 Headcoach, dann Co-Trainer war und nun wieder Headcoach ist. „Ich bin sehr ehrgeizig“, lässt der gebürtige Serbe tiefer blicken, ehe er unisono mit Oberhauser ergänzt: „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Unser Ziel ist das Play-off, dann ist alles möglich.“

Aber woher kommt die große Euphorie? Vorrangig steht sie auf den Beinen zweier Spieler: Elvis Keric und Rene Grdadolnik. Die 22-jährigen slowenischen Neuzugänge sind die ersten Profis bei der erst 2018 gegründeten Basketball-Abteilung der Raiders. Die Nachwuchs-Nationalspieler sollen den Spielaufbau der Tiroler stärken. Unter dem Korb stehen die Hünen Mansata Cisse (2,07 Meter) und John Franklyn Gardiner (2,03) ihren Mann. Dazu kommt als dritter neuer Legionär Neo-Student Bogdan Rakic, der Oberhauser entlasten soll.

Der Kitt, damit alles zusammenhält, ist Medinow, der die neue Aufgabe als Headcoach als „einfachste Lösung“ für den Verein beschreibt. Managerin Claudia Nuener spricht dagegen von „der besten Lösung“. Wie gut alles ist, soll sich nach der Cup-Niederlage vorige Woche am Sonntag (18 Uhr) zeigen. Meister Güssing/Jennersdorf kommt ins Landessportzentrum. Karten gibt es nur personalisiert und onlin­e auf tickets.raiders.at


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