Schremser Stadtchef kontert Kritik an Hochzeit

Der Schremser Stadtchef Karl Harrer (SPÖ) hat am Donnerstag der Kritik an der Austragung einer türkischen Hochzeit gekontert. Vorgesehen seien in der Halle 350 Besucher gewesen, damit sei auch die damals geltende Rechtslage eingehalten worden, sagte Harrer zur APA. Das Fest vom 12. September hatte sich zum Corona-Cluster entwickelt, bis Mittwoch wurden 15 Infizierte damit in Zusammenhang gebracht. Unterdessen rechtfertigte sich auch der Veranstalter.

Der Vertrag zur Nutzung der Stadthalle - die Gemeinde ist Vermieterin des Objekts - sei am 20. August unterzeichnet worden, führte Harrer aus. Der Kontrakt beinhalte den klaren Hinweis, dass „die Covid-19-Regeln“ einzuhalten seien. Auf dieser Grundlage habe es auch ein Sicherheitskonzept gegeben. An der Hochzeitsfeier selbst hätten außerdem wesentlich weniger als die angekündigten 350 Personen teilgenommen.

Eine Fest in dieser Dimension in Schrems zu ermöglichen, sei „im Nachhinein als Fehler zu bezeichnen“, räumt Harrer dennoch ein. „Wir sind einem Trugschluss unterlegen, trotz der vermeintlichen Einhaltung der Maßnahmen ist es passiert“, gab der SPÖ-Politiker zu Protokoll und sprach von einer „dumm gelaufenen Geschichte“. Mit dem Wissen im Hinterkopf wurde noch am (heutigen) Donnerstag das Schremser Gemeindeamt gesperrt - bis auf Weiteres, wie der Stadtchef betonte. Zudem würden alle geplanten Veranstaltungen abgesagt.

Mit mehreren Video-Mitschnitten der Hochzeitsfeier gingen indes auch die Veranstalter selbst in die Offensive. Zu sehen sind in einem vom ORF Niederösterreich publizierten Clip u.a. Temperaturkontrollen beim Eingang sowie die Einhaltung der Sicherheitsabstände während des Essens. In einer schriftlichen Stellungnahme wurde festgehalten, dass die Stadthalle Schrems bereits vor der Hochzeit genehmigt worden sei. Zudem sei etwa auch die Anzahl der geladenen Gäste davor an die Behörden weitergegeben worden.


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