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Auf Ehrenberg in Reutte bleibt kein Stein auf dem anderen

In einem Fünfjahresplan wird mehr als eine Million investiert, um die alten Wehranlagen wieder auferstehen zu lassen – ein mühsames Werk.

Die Arbeit geht auf Ehrenberg nicht aus, wie die Ruine erahnen lässt.
© Helmut Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

Reutte – Alles begann mit einem Versprechen. Nicht der Bau der ersten Festungsanlage im 13. Jh., sondern die Auferstehung der alten Mauern. In der „Neuzeit“ war Ehrenberg, längst seiner militärischen Funktion entmannt, dem Verfall preisgegeben. Im Volksmund hieß es: „Dort oben rumpelt alles zusammen.“ Zudem bediente sich halb Reutte am Mauerwerk, wenn günstiges Baumaterial benötigt wurde. In den 1970er- bis 1990er-Jahren begannen die Mauerreihen dann doch wieder verstärkt in den Fokus zu rücken.

Der Reuttener Unternehmer Friedl Schennach machte sich gemeinsam mit emsigen Mitstreitern daran, heruntergefallene Steine aufzuheben. Er begann mit der Instandsetzung, damals noch nach eigenem Gutdünken. Als sein Leben dem Ende zuging, hatte Schennach das Feuer für Ehrenberg längst beim Reuttener Architekten Armin Walch entzündet. Er nahm ihm das Versprechen ab, sein Vermächtnis weiterzuführen – und gab das Staffelholz weiter.

Schennach sollte, wenig zufällig, jene Person auserkoren haben, die das Burgenensemble mit einem Masterplan in eine andere Dimension katapultierte: vom Dornröschendasein mit null Besuchern in eine internationale kulturtouristische Attraktion – und Cashcow. Mehr als 350.000 klettern nun jährlich die Hänge hinauf.

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