Zwölf Corona-Fälle an HAK Innsbruck: Zehn Klassen in Quarantäne

Tirolweit befinden sich aktuell 868 Schülerinnen und Schüler in behördlicher Quarantäne. Daneben haben Schulen in weiteren 17 Klassen aufgrund von potenzieller Ansteckungsgefahr auf Home-Schooling umgestellt.

An der Innsbrucker Handelsakademie wurden zehn Klassen in Quarantäne geschickt – eine behördlich, neun von der Schulleitung.
© Böhm Thomas

Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck – Ein Dutzend positiv auf das Coronavirus getestete Schülerinnen und Schüler der Innsbrucker Handelsakademie sind der Grund, dass sich derzeit zehn Klassen in Quarantäne befinden. Dabei wurde eine Klasse behördlich in Quarantäne, die neun anderen als Vorsichtsmaßnahme vom Schuldirektor in selbstverordnete Quarantäne geschickt. Die insgesamt 246 Schüler werden bis auf Weiteres per Distance-Learning unterrichtet, am Montag sollen vorerst einmal vier der zehn Klassen wieder an die Schule zurückkehren. Von Lehrpersonen liegt kein positives Testergebnis vor.

Laut Bildungsdirektion Tirol befinden sich derzeit insgesamt 27 Schulklassen in Tirol in behördlicher Quarantäne – das betrifft 868 Schülerinnen und Schüler. Daneben haben Schulen in weiteren 17 Klassen aufgrund von potenzieller Ansteckungsgefahr auf Home-Schooling umgestellt.

Innsbrucks Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (VP) hat unterdessen angekündigt, dass mobile Gurgeltests so rasch wie möglich auch bei den Schulen in Innsbruck zum Einsatz kommen sollen. Dieses Testverfahren wird derzeit in Wien umgesetzt, um Infektionen rasch zu erkennen und Infektionsketten so gut wie möglich unterbrechen zu können. „Diese Gurgeltests führen somit zu mehr Klarheit bei allen Beteiligten und haben den positiven Effekt, dass die negativ getesteten Schülerinnen und Schüler wieder rascher in den Präsenzunterricht eingegliedert werden können“, erklärt Anzengruber. „Für dieses Pilotprojekt haben wir uns schon beim Land Tirol angemeldet.“

Darüber hinaus wird künftig die stellvertretende Direktorin des Departments für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität, Daniela Karall, die Stadt in Covid-Angelegenheiten beraten. Für die Innsbrucker Schul- und Kindergärtenleitungen werde außerdem eine Hotline eingerichtet, bei der Karall und ihr Team Hilfe anbieten und unterstützen. Damit soll die Gesundheitsbehörde entlastet werden.

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