Anschober sieht in Sachen Corona „Tage der Weichenstellung“

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat die kommende Entwicklung in der Corona-Situation in Österreich als „Tage der Weichenstellung“ bezeichnet. In Wien und Niederösterreich seien die Zahlen zwar zu hoch, „aber seit einigen Tagen ist eine Stabilisierung der Neuinfektionen in einem Großteil Österreichs zu sehen“, meinte Anschober am Donnerstag. „Erfreulich“ sei, dass die Zahl der Testungen in Österreich weiter steige, so der Minister.

„Es ist wichtig, dass sich die überdurchschnittlich starken Steigerungen der Neuinfektionen zwischen 7. und 18. September derzeit nicht fortsetzen. Diese erste Stabilisierung müssen wir nun bundesweit erreichen und dann schrittweise in der ersten Oktoberhälfte ein Absenken der Zahlen erwirken, denn dann sollten sich die beiden großen Maßnahmenpakete von Montag vergangener und dieser Woche auch bei den Infektionszahlen positiv auswirken“, so Anschober. Die Zahl der Testungen habe inzwischen bundesweit die Marke von 1,5 Millionen überschritten, zeigte sich der Gesundheitsminister zufrieden.

Ebenfalls erfreut zeigte sich Anschober über die Reproduktionszahl und die Sieben-Tages-Inzidenz, die „leicht zu sinken beginnen“. Und „erfreulich ist auch, dass das Risikobewusstsein der Bevölkerung steigt“, sagte der Gesundheitsminister. Österreich sei aber „noch deutlich entfernt vom Grundkonsens im Frühling, der uns so stark und erfolgreich gemacht hat“.


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