1.786 neue Coronavirus-Fälle und 23 Todesopfer in Italien

Die italienischen Gesundheitsbehörden haben am Donnerstag erneut eine Zunahme bei den Coronavirus-Ansteckungen verzeichnet. 1.786 neue Fälle wurden bei über 108.000 Tests in 24 Stunden registriert, am Vortag waren es 1.640 gewesen. Außerdem wurden 23 Todesfälle gemeldet, drei mehr als am Mittwoch. Die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Epidemie im Februar stieg somit auf 35.781. Die Zahl der aktiven Fälle kletterte auf 46.780.

In Spitälern wurden am Donnerstag 2.731 Covid-19-Patienten behandelt, am Mittwoch waren es 2.658 gewesen. Auf Intensivstationen lagen am Donnerstag 246 Patienten, zwei mehr als am Vortag.

Um Infektionsherde einzugrenzen, greift die süditalienischen Region Kampanien zu drastischen Maßnahmen. In der Region müssen die Menschen wegen der Pandemie auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dies gilt in der Region rund um Neapel bis 4. Oktober, wie Regionalpräsident Vincenzo De Luca mitteilte. Ausnahmen gibt es demnach für Kinder unter sechs Jahren, in Restaurants und Bars und für Menschen, die im Freien Sport treiben.

Bekannt wurde am Donnerstag auch, dass die italienische Regierung den wegen des Coronavirus ausgerufenen Notstand vom 31. Oktober bis Ende 2020 verlängern will. Dies würde es der Regierung ermöglichen, auch in den kommenden Monaten Entscheidungen über Maßnahmen wie Ausgangssperren ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen, berichtete die römische Tageszeitung „Il Messaggero“. Premier Giuseppe Conte hatte den Notstand am 31. Jänner für sechs Monate ausgerufen, nachdem bei einem chinesischen Paar in Rom das neuartige Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war, im Juli war auf den 31. Oktober verlängert worden. Auf dem Ausnahmezustand basieren mehrere Verordnungen, die die Regierung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit ergriffen hat, die auch jetzt noch in Kraft sind.

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