Sehr gute Erdäpfelernte in Tirol, Gastronomie zögert

Die Erdäpfelknollen sind heuer eher groß. In Tirol wird mit etwa 15.000 Tonnen Speiseerdäpfeln gerechnet.
© Getty Images/iStockphoto

Innsbruck – Rund die Hälfte der Tiroler Knollenernte, heuer rechnet man mit 15.000 Tonnen Speisekartoffeln, wurde bereits eingebracht. Laut Reinhard Egger, Ackerbaureferent der Landwirtschaftskammer, sind die Knollen wegen der Trockenheit im Frühjahr größer, aber die Nachfrage seitens der Konsumenten gut. Im Osten Österreichs, vor allem in Niederösterreich, wo 81 Prozent der heimischen Kartoffeln wachsen, stoßen übergroße Knollen beim Handel auf wenig Gegenliebe. Diese wären bei der Gastronomie begehrter, doch die Nachfrage bleibt im Corona-Jahr das große Fragezeichen. Das gilt auch für Tirol: „Aufgrund von Corona werden die Einkäufe sicher vorsichtig ausfallen“, so Egger.

„So begehrt wie Klopapier"

Der Preis ab Hof liegt für konventionellen Anbau in Tirol heuer zwischen 80 Cent und einem Euro. Biokartoffeln machen nur etwa 5 Prozent der Tiroler Knollen aus, hier können noch 20 Cent aufgeschlagen werden. Da schon das fünfte Jahr in Folge eine sehr gute Ernte zu verzeichnen ist, Spitzenreiter heuer, stellt sich die Frage nach der Zwischenlagerung, sagt Egger.

Sitzen bleiben werde man auf dem hochwertigen Produkt nicht: „Zu Beginn von Corona waren Erdäpfel so begehrt wie Klopapier. Wir hatten teils doppelt so viel Nachfrage wie im Jahr zuvor.“ Der Erdäpfel ist in der Krise stets besonders nachgefragt. (pla)

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte