Georg Willi: "Volles Vertrauen in Corona-Konzept"

In Vorarlberg wird die Besucherzahl bei Kulturveranstaltungen weiter beschränkt. In Innsbruck denkt man nicht daran.

Georg Willi (Innsbrucker Bürgermeister): „Es gibt ein erfolgreich erprobtes Covid-19-Sicherheitskonzept. Kultur soll stattfinden können.“
© Foto TT/Rudy De Moor

Innsbruck, Bregenz –Für Misstöne im wahrsten Sinne des Wortes sorgen die Vorarlberger Behörden. Sie haben die zulässige Besucherzahl für vier geplante Konzerte des Symphonieorchesters Vorarlberg knapp vor den Auftritten auf 250 Personen beschränkt. Für die Termine waren allerdings schon bis zu 1000 Tickets je Abend verkauft. Die Konzerte wurden abgesagt.

Das Ländle, zuletzt mit einer Reisewarnung aus Deutschland belegt, ist bei den Anti-Covid-Maßnahmen strenger als der Rest Österreichs. Diesseits des Arlbergs sind bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen maximal 1500, im Freien sogar bis zu 3000 Besucher möglich. Voraussetzung ist ein behördlich genehmigtes Covid-19-Präventionskonzept.

"Volles Vertrauen" in das im Sommer erprobte Sicherheitskonzept

In Innsbruck wird an den Besucherzahlen nicht gerüttelt. Bürgermeister Georg Willi (Grüne) spricht sich ohne lange Vorrede dafür aus, „dass Kultur stattfinden können soll“. Er setze volles Vertrauen in das im Sommer erprobte Sicherheitskonzept der Festwochen: „Personalisierte Tickets, neben jedem besetzten Sitz bleibt einer frei, Maskenpflicht bis zum Sitzplatz, Verteilung der Besucher beim Eintreffen und Verlassen des Hauses.“

Das Festwochen-Konzept kommt nun bei Veranstaltungen des Tiroler Landestheaters (und des angegliederten Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck) zum Einsatz. Die Kapazität der Auftritts­orte wird halbiert. Im Großen Haus des Landestheaters können 400 Personen Platz nehmen, im Saal Tirol (Congress) sind es 750. (mark)


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