Österreichische Jazzlegende Hans Salomon ist tot

Der Wiener Musiker galt als prägende Figur der heimischen Jazzszene und hat sich international einen Namen gemacht.

Hans Salomon war als Jazzmusiker international erfolgreich.
© Imago

Wien – Aus seiner Feder stammt mit Marianne Mendts „Wia a Glock’n“ zwar die Geburtsstunde des Austropop, aber eigentlich war Hans Salomon woanders zuhause: Der Wiener Musiker galt als prägende Figur der heimischen Jazzszene und hat sich international einen Namen gemacht. Am Donnerstag starb Salomon 87-jährig.

Geboren wurde Salomon 1933 in Wien, wo er bei Fatt­y George lernte und 1954 die Austrian All Stars mit Joe Zawinul sowie drei Kollegen gründete. Vier Jahre später folgten erste große internationale Auftritte, als er beim Newport Festival in den USA und bei der Brüsseler Weltausstellung spielte. Dort hatt­e er eine kurze Liaison mit Sarah Vaughan, der im Laufe seines Lebens unzählige weiter­e sowie fünf Ehen folgten. Der musikalische Erfolg des Saxofonisten zeigte sich in seiner Zusammenarbeit mit prominenten Jazzmusikern wie Ell­a Fitzgerald, Art Farmer oder Ray Charles.

Fixstern im Jazzgeschehen

Prägend war auch seine Zeit in New York, wo das Birdland als magischer Anziehungspunkt fungierte, wie Salomon zu seinem 80er resümierte: „Ich war so begeistert, dass ich am nächsten Tag zur Prob­e mein Saxofon gar nicht mehr auspacken wollte.“

In Österreich war Salomon ein Fixstern im Jazzgeschehen, doch er unterstützte auch Unterhaltungsmusiker wie Peter Alexander und Udo Jürgens. Sein abwechslungsreiches Leben ließ er bereits 2013 im Buch „Jazz, Frauen, und wieder Jazz“ Revue passieren. (APA, TT)

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