NGO-Schiff „Mare Jonio“ auf Sizilien festgesetzt

Das italienische Rettungsschiff „Mare Jonio“ ist von den italienischen Behörden im Hafen der sizilianischen Stadt Pozzallo festgesetzt worden. Die Crew wurde daran gehindert, an Bord zu gehen, um für einen Rettungseinsatz im Mittelmeer in See zu stechen. Der Beschluss wurde nach einer mehrstündigen Inspektion gefasst, teilte die italienische NGO „Mediterranea Saving Humans“, Betreiberin des Schiffes, mit.

„Das Schiff kann jetzt keinen weiteren Einsatz im Mittelmeer starten. Die tödlichste Grenze der Welt verliert somit ein weiteres Schiff, das in fast zwei Jahren 374 Menschen in Sicherheit gebracht hat“, so die Hilfsorganisation am Freitag in einer Presseaussendung. Sie beklagte eine systematische Verhinderung von Rettungsoperationen durch die italienischen Behörden.

Am Sonntag war bereits das deutsche Rettungsschiff „Sea-Watch 4“ von den italienischen Behörden im Hafen der sizilianischen Hauptstadt Palermo festgesetzt worden. Der Beschluss wurde nach einer elfstündigen Inspektion gefasst.


Kommentieren


Schlagworte