Sexszene auf Großbildschirm im argentinischen Parlament

Die Sitzung war vom Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses, Sergio Massa, wegen des Vorfalls abgebrochen worden. Während der Videoschaltungen in der Coronakrise seien zwar bereits Szenen zu sehen gewesen, in denen Abgeordnete eingeschlafen seien oder sich vor den Blicken ihrer Kollegen abgeschirmt hätten, sagte Massa. Aber der jetzige Vorfall habe „wirklich die Grenzen dieses Hauses überschritten“.

Ameri war dabei zu sehen, wie er den Busen einer neben ihm sitzenden Frau streichelte und küsste. Dabei war eine der Brüste zeitweise entblößt. Die Bilder verbreiteten sich rasch in den Onlinenetzwerken.

„Es war nie meine Absicht, mich respektlos gegenüber dem Hohen Haus, meinen Abgeordneten-Kollegen und dem Volk von Salta zu zeigen“, sagte der Parlamentarier der Regierungspartei Frente de Todos. Zu der Situation sei es gekommen, weil seine Partnerin ihm ihre neuen Brustimplantate zeigen wollte. Er sei in diesem Moment davon ausgegangen, dass die Internetverbindung unterbrochen und er nicht zu sehen sei.

Der 47-jährige Parlamentarier aus der nordwestlichen Provinz Salta reagierte zerknirscht. Er bereue den Vorfall und sei darüber „sehr beschämt“, sagte er. Er habe geglaubt, es habe einen der in seiner Region häufigen Internet-Ausfälle gegeben. Ameri berichtete auch, seine Partnerin habe erst vor zehn Tagen Brustimplantate eingesetzt bekommen.

Wegen der Corona-Pandemie werden auf der ganzen Welt zahlreiche Sitzungen und Konferenzen per Videotelefonie geführt. Dabei kommt es immer wieder zu peinlichen Situationen, wenn Teilnehmer vergessen, dass die Kamera läuft.


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