Italiener Ganna holte bei Rad-WM Gold im Einzelzeitfahren

Der Italiener Filippo Ganna hat bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in Imola den Titel im Einzelzeitfahren geholt. Auf dem 31,7 Kilometer langen Kurs rund um die Formel-1-Rennstrecke distanzierte Ganna seine Rivalen am Freitag deutlich. Silber gewann Wout van Aert aus Belgien, Bronze ging an den Schweizer Stefan Küng. Der Vorarlberger Matthias Brändle wurde mit 2:34,41 Minuten Rückstand 27., Felix Ritzinger bei seinem ersten WM-Einsatz 46.

Ganna holte sich zunächst die beste Zwischenzeit und setzte sich nach einer furiosen Fahrt mit einem Vorsprung von 26,72 Sekunden durch, für ihn war es der erste WM-Titel auf der Straße. „Es ist ein Traum für mich. Am Schluss hatte ich tolle Unterstützung aus dem Team-Auto. Ich möchte mich beim ganzen italienischen Team bedanken“, sagte der 24-Jährige aus dem Piemont. Mitfavorit und Titelverteidiger Rohan Dennis aus Australien brach im zweiten Teil der Strecke ein und wurde nur Fünfter.

Brändle zeigte sich mit seiner Leistung „relativ zufrieden“, wie er sagte. „Ich habe alles gegeben.“ Das Rennen sei sehr hart gewesen, wenige Kilometer vor dem Ziel sei ihm obendrein die Kette gesprungen. „Da habe ich vielleicht 15, 20 Sekunden verloren“, erklärte der 30-Jährige.

Ritzinger hatte mit dem teilweise starken Wind zu kämpfen. „Ich bin jetzt nicht der Leichteste, und ich bin halb von der Straße geflogen. Ich denke, am Schluss hat es dann wieder recht gut hingehaut. In der Mitte habe ich ein bissl einen Hänger gehabt“, meinte der ÖRV-Athlet.

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Der Wind in der Emilia Romagna hat auch auf das Equipment der WM Einfluss genommen. Nach dem Einzelzeitfahren habe der Wind den Ziellinien-Bogen im „Autodromo Dino e Enzo Ferrari“ umgestoßen, berichteten die Veranstalter. Der Bewerb und die Siegerehrung waren da bereits beendet. Es habe keine Verletzten gegeben, jedoch müsse die am Bogen befestigte Zeitmessung vor dem Frauen-Rennen am Samstag auf ihre Tauglichkeit geprüft werden, hieß es.

Ab 12.35 Uhr wird dann mit Anna Kiesenhofer, Angelika Tazreiter und Sarah Rijkes ein österreichisches Trio im Einsatz sein. Fünf Runden gilt es auf dem Rundkurs mit insgesamt 2.800 Höhenmetern zu absolvieren, 143 Kilometer Distanz warten auf die Athletinnen.


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