Bürgermeister-Stichwahl in sechs Vorarlberger Kommunen

Mit Bürgermeister-Stichwahlen in sechs Kommunen werden am Sonntag die Vorarlberger Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2020 abgeschlossen. In drei Gemeinden - Bludenz, Bregenz und Lochau am Bodensee - öffnen die Wahllokale um 7.30 Uhr, in den anderen drei Orten (Hard am Bodensee, Feldkirch und Lech am Arlberg) beginnt die Stimmabgabe um 8.00 Uhr. Mit dem ersten Ergebnis (Lech) wird gegen 13.30 Uhr gerechnet, bis 17.00 Uhr sollten alle Bürgermeister feststehen.

In den sechs Kommunen mit zusammen 74.423 Wahlberechtigten gelang im ersten Wahlgang am 13. September keinem der Kandidaten die absolute Mehrheit. Die daraus resultierenden Stichwahlen bedeuten eine neue Rekordmarke, mehr als fünf Stichwahl-Entscheidungen (2005) hat es seit der Einführung der Bürgermeister-Direktwahl im Jahr 2000 nicht gegeben.

In fünf Gemeinden müssen sich jeweils die Amtsinhaber einem Herausforderer stellen. In Bludenz wird es jedenfalls einen neuen Bürgermeister geben, nachdem Stadtoberhaupt Josef „Mandi“ Katzenmayer (ÖVP) nicht mehr kandidierte.

Als Bürgermeister treten Markus Linhart (ÖVP) in Bregenz, Wolfang Matt (ÖVP) in Feldkirch, Eva Maria Mair (ÖVP) in Hard, Ludwig Muxel („Liste Lech“) in Lech sowie Michael Simma (ÖVP) in Lochau an. Ihre Gegner heißen: Michael Ritsch (SPÖ, Bregenz), Daniel Allgäuer (FPÖ, Feldkirch), Martin Staudinger (SPÖ, Hard), Stefan Jochum (Liste „Unser Dorf“, Lech) und Frank Matt (Grüne, Lochau). In Bludenz stehen Simon Tschann (ÖVP) und Mario Leiter (SPÖ) zur Wahl.

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Im ersten Wahlgang lagen Matt mit 17,72 Prozentpunkten und Jochum mit 12,20 Prozentpunkten Vorsprung deutlich vor ihren Konkurrenten. Linhart (8,72 Prozentpunkte) und Simma (6,98 Prozentpunkte) gewannen im ersten Wahlgang mit Respektabstand. Knapp waren hingegen die Vorteile von Tschann (3,10 Prozentpunkte) und Staudinger (2,61 Prozentpunkte).

Bei den Vorarlberger Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen am 13. September ist in 65 der 96 Vorarlberger Kommunen das Gemeindeoberhaupt per Direktwahl bestimmt worden. In 59 Gemeinden fiel dabei die Entscheidung gleich am ersten Wahltag. In zwei Kommunen im Bezirk Bludenz setzten sich SPÖ-Kandidaten durch, in drei Orten - darunter die Stadt Hohenems - wurden FPÖ-Kandidaten gewählt. In allen anderen Gemeinden werden Vertreter der ÖVP oder ÖVP-naher Listen regieren. Wo keine Direktwahl stattfand, entscheidet die Gemeindevertretung, wer Bürgermeister wird.


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