Jemen-Konfliktparteien über Austausch von Gefangenen einig

Die Konfliktparteien im Jemen haben sich offenbar auf einen Austausch von mehr als tausend Gefangenen geeinigt. Dies verlautete am Samstag aus Verhandlungskreisen in der Schweiz. Binnen zwei Wochen sollten 681 Rebellen gegen 400 Regierungskräfte, darunter mehr als ein Dutzend Saudi-Araber und vier Sudanesen, ausgetauscht werden, hieß es von Regierungsseite. Die Gespräche unter UNO-Vermittlung an einem geheimen Ort in der Schweiz hatten am 18. September begonnen.

Die international anerkannte Regierung im Jemen und die schiitischen Houthi-Rebellen hatten sich bereits bei ihren Friedensverhandlungen 2018 in Schweden unter Vermittlung der Vereinten Nationen grundsätzlich auf den Austausch von 15.000 Gefangenen geeinigt. Bisher kam es jedoch nur zu sporadischen Austauschen.

Die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi werden seit 2015 von einer Militärkoalition unter Führung von Saudi-Arabien unterstützt, hinter den Houthi-Rebellen steht der Iran. In dem Konflikt wurden seit 2014 bereits zehntausende Menschen getötet, viele von ihnen Zivilisten. Ein Ende der schweren humanitären Krise ist nicht in Sicht.

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