Berwang investiert in kindersicheren Sessellift

Direkt neben der Talstation des alten Schleppliftes (l.) steht jene des neuen Sesselliftes, Kassaräume und WC-Anlagen sind integriert.
© Tschol

Von Simone Tschol

Berwang – Zügig geht es mit der Modernisierung der Bergbahnen Berwang, zu denen seit dem heurigen Frühjahr auch die Panoramabahn Rastkopf gehört, voran. Nachdem im Vorjahr der Startschuss gefallen ist und die „Obere Karbahn I“ errichtet und in Betrieb genommen wurde, ist seit 3. August die zweite Bauphase im Gang, die neue Thanellerbahn in Arbeit. Die kuppelbare Sechsersesselbahn wird das Angebot an Aufstiegshilfen in Berwang heuer nicht nur erweitern und damit den langen Warteschlangen am Thanellerlift ein Ende bereiten. Sie stellt im Außerfern auch ein Novum dar. Sie ist die erste vollautomatische kindersichere Sesselbahn mit Wetterschutzhauben im Bezirk Reutte.

Und so funktioniert’s: Im Einstiegsbereich erkennt ein Sensor, ob ein Kind in den Sessel einsteigt. Ist dies der Fall, dann hebt sich das Förderband 15 bis 20 Zentimeter an und ein problemloses Einsteigen für Kinder ist somit garantiert. Die Sessel haben zudem Einzelplätze und der Schließbügel verriegelt automatisch. Somit ist ein absolut kindersicherer Transport möglich. Die Seilbahn wird – wie im Vorjahr die „Obere Karbahn I“ in der Ausführung D-line (Technik und Design) – von der Firma Doppelmayr ausgeführt.

Die Eröffnung des 665 Meter langen Sesselliftes, der im Bereich der Schleppliftkurve endet und eine Förderkapazität von 2600 Personen pro Stunde aufweist, ist im Dezember geplant.

Der Schlepplift aus dem Jahr 1969 bleibt parallel so lange bestehen, bis die zweite Teilstrecke der „Oberen Karbahn“ fertiggestellt ist.

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Weitere Projekte zur Modernisierung des Skigebietes sind bereits geplant. Dazu zählen wie bereits erwähnt die Errichtung der zweiten Teilstrecke der „Oberen Karbahn“, startend bei der jetzigen Bergstation der „Karbahn I“ bis oberhalb der Bergstation des Thanellerkarschleppliftes, Errichtung und Betrieb eines Bergrestaurants an der dadurch entstehenden Mittelstation sowie der Bau einer Beschneiungsanlage für die Panoramabahn Rastkopf.

Die Bergbahnen Berwang, die als Hauptgesellschafter die Gemeinde Berwang und die Familie Singer im Hintergrund haben, lassen sich den Bau der neuen Liftanlagen rund 20 Mio. Euro kosten.


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