Wien kündigt weitere Lokalkontrollen wegen Corona an

Wien kündigt weitere Kontrollen in der Gastronomie bzw. in der Clubszene an. Im Fokus stehen dabei illegale Veranstaltungen, bei denen die Coronavirus-Regeln oft ignoriert werden. „Wir werden den Finger weiter draufhalten“, versicherte Polizeipräsident Gerhard Pürstl bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Der Stadtchef sprach sich indes erneut gegen eine Vorverlegung der Sperrstunde auf 22.00 Uhr aus und verwies auf andere Maßnahmen.

Ludwig ist überzeugt, dass, wenn gewisse Rahmenbedingungen geschaffen würden, diese von den Kunden mit „Hausverstand“ akzeptiert würden. Dabei meinte er vor allem auf die inzwischen in Wien geltende Registrierungspflicht in Lokalen. Diese sei das „gelindere Mittel“ im Vergleich zu einer früheren Sperrstunde.

Auch in der vergangenen Nacht wurden Überprüfungen durch das Magistrat bzw. die Exekutive vorgenommen - 230 an der Zahl - wie Pürstl betonte. Die relativ geringe Anzahl an Anzeigen - es waren insgesamt sechs - sei darauf zurückzuführen, dass der Montag ein relativ schwacher Ausgeh-Tag sei, erläuterte der Polizeichef. Es sei noch zu früh zu sagen, dass sich die Betreiber gebessert hätten.

In Wien waren bereits am Wochenende zahlreiche Clubs von der Behörde besucht worden. Bilder des Geschehens in den Lokalen wurden bei der Pressekonferenz gezeigt. Zu sehen waren Menschen, die auf engstem Raum getanzt und gefeiert haben. Bürgermeister Ludwig kritisierte die Partyveranstalter:

Auch in Niederösterreich gab es Kontrollen: In den Nächten auf Samstag, Sonntag und Montag wurden etwa 2.600 Überprüfungen in Lokalen durchgeführt. Es habe dabei 15 Anzeigen gegeben, sagte Landespolizeidirektor Franz Popp am Dienstag auf Anfrage. Die geringe Anzahl bezeichnete er als „Hinweis, dass die Vorgaben weitgehend eingehalten worden sind“.


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