4. Auftaktniederlage in Folge von Medwedew bei French Open

Der Russe Daniil Medwedew (4) hat seine schlechte Bilanz bei den Tennis-French-Open am Montag prolongiert. Der 24-Jährige unterlag in der ersten Runde dem Ungarn Marton Fucsovics nach 3:17 Stunden 4:6,6:7(3),6:2,1:6. Damit verlor der Weltranglistenfünfte auch bei seinem vierten Antreten in Roland Garros in Runde eins, erstmals nicht gegen einen Franzosen. In den vergangenen drei Jahren war gegen Benjamin Bonzi, Lucas Pouille und Pierre-Hugues Herbert Endstation gewesen.

Den zweiten Satz verlor Medwedew durch einen Strafpunkt, nachdem er auf den Verlust eines langen Ballwechsels mit der Malträtierung seines Rackets reagiert hatte. Zwar erfing er sich wieder und gewann Durchgang drei, mit dem Fallen der Temperaturen ging aber auch das Niveau von Medwedews Spiel wieder nach unten. Für Fucsovics war es der erste Sieg im vierten Duell mit Medwedew sowie der erste des Weltranglisten-63. gegen einen Top-Ten-Spieler.

Nichtsdestotrotz scheint Novak Djokovic schon vor seiner Erstrundenpartie noch mehr freie Fahrt in Richtung Finale zu haben. Nach dem Out des Polen Hubert Hurkacz kann der Serbe frühestens im Achtelfinale auf einen Gesetzten treffen. In der anderen Tableau-Hälfte tummeln sich mit dem zwölffachen Paris-Triumphator Rafael Nadal (ESP), US-Open-Sieger Dominic Thiem (AUT) und US-Open-Finalist Alexander Zverev (GER) gleich einige der hoch eingeschätzten Spieler.

Djokovic meisterte seine Auftakthürde bei den Tennis-French-Open jedenfalls souverän. Der topgesetzte Serbe setzte sich am Dienstag in der 1. Runde gegen den Schweden Mikael Ymer nach 1:38 Stunden mit 6:0,6:2,6:3 durch. Nur im dritten Satz konnte der 22-jährigen Ranglisten-80. die Nummer eins der Welt zumindest etwas ärgern. Djokovic wirkte da bei der ein oder anderen Aktion an der rechten Hand leicht angeschlagen. Sein nächster Gegner ist der 30-jährige Litauer Ricardas Berankis, der gegen Hugo Dellien aus Bolivien beim 6:1,6:4,6:4 ebenfalls ohne Satzverlust blieb.

Wesentlich mehr Mühe hatten zwei der aussichtsreichsten Außenseiter auf einen langen Verbleib im Turnier. Andrej Rublew und Stefanos Tsitsipas, die sich am Sonntag in Hamburg noch im Finale gegenübergestanden hatten, holten aber beide einen 0:2-Satzrückstand auf. Der Russe gegen den US-Amerikaner Sam Querrey, der Grieche gegen den Spanier Jaume Munar.

Im Doppel scheiterte Oliver Marach mit Raven Klaasen (RSA) bereits zum Auftakt. Das als Nummer zehn gesetzte Duo unterlag Benjamin Bonzi/Antoine Hoang (FRA) 3:6,6:3,2:6. Erfolgreich stieg hingegen Jürgen Melzer mit Edouard Roger-Vasselin (FRA) in das Turnier ein. Sie besiegten die Franzosen Enzo Couacaud/Albano Olivetti 7:5,6:3.


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