Wacker in 2. Liga 0:0 gegen Lustenau - Liefering nur 1:1

Wacker Innsbruck kommt in der 2. Fußball-Liga nicht in Fahrt. Die Tiroler mussten sich am Dienstagabend trotz drückender Überlegenheit im West-Heimschlager gegen Austria Lustenau mit einem torlosen Remis begnügen und sind nun bereits drei Runden sieglos und auch ohne Torerfolg. Nur beim Ligaauftakt - beim 3:0 in Kapfenberg - hatte es für den Tabellenachten drei Punkte und Tore gegeben. Der Start unter Neo-Coach Daniel Bierofka muss daher als missglückt eingestuft werden.

Der Rückstand auf Tabellenführer FC Liefering wuchs auf fünf Punkte an, obwohl die Siegesserie der nichtaufstiegsberechtigten „Jungbullen“ mit einem 1:1 im Duell zweier Farmteams bei den Juniors Oberösterreich in der 4. Runde riss. Einen Zähler dahinter neuer Zweiter ist Blau-Weiß Linz. Die Oberösterreicher kletterten dank eines 2:0-Erfolges gegen Amstetten im Ranking nach oben. Die erste Niederlage setzte es für den nur noch viertplatzierten SV Lafnitz, der im Steiermark-Duell gegen den GAK mit 0:1 den Kürzeren zog. Die Grazer sind nach ihrem zweiten Sieg einen Punkt dahinter Fünfter. Im Aufeinandertreffen zweier siegloser Teams gelang dem SV Horn mit einem 2:1 bei den Young Violets Austria Wien ein Befreiungsschlag, während die „Jungveilchen“ weiter bei nur einem Zähler halten.

Die Tiroler erarbeiteten sich gegen Lustenau von Beginn an ein Übergewicht, konnten aus dem Chancenübergewicht aber kein Kapital schlagen. Der im Sommer von Lustenau zu Wacker gewechselte Stürmer Ronivaldo scheiterte bei der besten Chance vor der Pause an Gästegoalie Domenik Schierl. Der rückte in der zweiten Hälfte noch deutlich mehr in den Fokus, hielt etwa einen Gründler-Schuss (52.). Nach einer Gelb-Roten Karte für Pius Grabher wegen wiederholten Foulspiels lief die Partie fast nur noch wie auf einer schiefen Ebene in Richtung Lustenau-Tor. Der Ball wollte an dem Abend aber nicht ins Tor.

Ronivaldo ließ zwei weitere Topchancen (67.,71.) aus und Florian Jamnig fand in Schierl seinen Meister (89.). Damit gab es auch im Trainerduell der Deutschen Bierofka bzw. Alexander Kiene keinen Sieger. Lustenau schaffte mit dem zweiten Punkt samt Sprung auf Rang 14 immerhin einen Teilerfolg.

Liefering ging in der 44. Minute durch Alexander Prass erwartungsgemäß in Führung, Jan Boller (54.) schaffte aber nach dem Seitenwechsel in der Paschinger Raiffeisen Arena schnell den Ausgleich. Der reichte für einen Punktgewinn, der den Oberösterreichern im letzten Aufeinandertreffen - beim 0:5 - noch deutlich verwehrt geblieben war. Er kam auch deshalb überraschend, da Liefering zehn der jüngsten zwölf Pflichtspiele gewinnen konnte.

Für Blau-Weiß war Fabian Schubert mit einem Doppelpack (69., 80.) der Matchwinner. Den einzigen GAK-Treffer erzielte der aus Mattersburg gekommene Thomas Fink (75.) via Abstauber. Horn behielt in Favoriten dank einem Doppelschlag von Marco Siverio (62.) und Patrik Eler (65.) die Oberhand. Die Wiener waren zu diesem Zeitpunkt nach einer Roten Karte von Goalie Mirko Kos (51.) schon in Unterzahl.


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