Oper Leipzig zeigt 2022 alle 13 Wagner-Opern

Für gewöhnlich ist bereits die Realisierung der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ für ein Opernhaus eine Herkulesaufgabe. Die Oper Leipzig legt da noch einen drauf - respektive neun. So plant das Haus im Rahmen der Festtage „Wagner 22“ im Sommer 2022 alle 13 Wagner-Opern aufzuführen. Mit Ausnahme des „Rings“ werden die Werke in chronologischer Reihenfolge auf die Bühne gebracht, wie die Oper am Mittwoch mitteilte.

Neben den Klassikern wie dem „Ring“, dem „Parsifal“ oder „Der Fliegende Holländer“ steht auch das Frühwerk Richard Wagners auf dem Programm: „Die Feen“, „Das Liebesverbot“ und „Rienzi“. Mit dem „Spielplan sprengenden Ausnahmeereignis“ verabschiedet sich Generalmusikdirektor und Intendant Ulf Schirmer (61) von der Oper Leipzig.

Die Idee zum vollen Wagner-Programm stamme schon aus den 1930er Jahren, erklärte Schirmer. Der frühere Leipziger Operndirektor Gustav Brecher habe schon mit den Vorbereitungen begonnen gehabt, die vollendeten musikdramatischen Werke Wagners chronologisch zu ihrer Entstehungszeit auf die Bühne zu bringen. Er sei jedoch 1933 gestoppt worden, weil die Nazis ihn aus dem Amt drängten. „Wagner 22“ werde Brecher gewidmet.

Die Festtage werden zudem von einem Rahmenprogramm begleitet. Ein Bestandteil davon sei „die notwendige historisch-kritische Aufarbeitung der Rezeptionsgeschichte der Werke Richard Wagners in seiner Geburtsstadt“, wie die Oper mitteilte. „Wagner 22“ findet vom 20. Juni bis zum 14. Juli 2022 statt. Einige Opern sollen auch in einem Public Viewing nach draußen übertragen werden.

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