Wohnungen wurden in Tirol auch im ersten Halbjahr 2020 teurer

Ob mit oder ohne Corona – die Preise für Eigentumswohnungen (neu und gebraucht) sind auch im ersten Halbjahr empfindlich nach oben geklettert. Im Schnitt wurden für eine Wohnung in Tirol 268.152 Euro bezahlt, das sind um 7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

In Tirol wurden für eine Wohnung im Schnitt 268.152 Euro bezahlt.
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Innsbruck – Ob mit oder ohne Corona – die Preise für Eigentumswohnungen (neu und gebraucht) sind auch im ersten Halbjahr empfindlich nach oben geklettert. Im Schnitt wurden für eine Wohnung in Tirol 268.152 Euro bezahlt, das sind um 7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Inwieweit sich die Wohnungsgrößen änderten, geht nicht hervor. Insofern liefert auch der Quadratmeterpreis eine Orientierung, der stieg um 5,4 %. Das hat der Immobilienmaklerverbund Remax errechnet und stützt sich dabei auf tatsächlich im Grundbuch verbücherte Wohnungsverkäufe.

Demnach wechselten im ersten Halbjahr in Tirol 2570 Wohnungen den Besitzer. Das sind um 274 Wohnungen (-9,6 %) weniger als vor einem Jahr, was aber angesichts des Corona-Lockdowns nachvollziehbar ist.

Die Preisentwicklung gestaltete sich je nach Bezirk unterschiedlich. In Innsbruck-Land und in Innsbruck, wo 48 % des Tiroler Wohnungshandels erfolgen, gingen die Quadratmeterpreise um 0,7 bis 1,8 Prozent zurück. Für eine Wohnung wurde im Schnitt aber um 5,5 % mehr bezahlt als vor einem Jahr – 258.664 Euro kostete eine Eigentumswohnung in Innsbruck-Land und 296.487 in der Landeshauptstadt.

Am stärksten kletterten die Preise in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel nach oben, nämlich um 10 %. Für eine Wohnung wurden im Schnitt 250.098 Euro (Kufstein) bzw. 407.044 Euro (Kitzbühel) auf den Tisch gelegt. Auf den Quadratmeterpreis gerechnet war die Steigerung noch deutlich höher. Der Bezirk Kitzbühel knackte damit laut dem Maklerverbund zum zweiten Mal die 400.000-Euro-Marke, lieferte einen neuen Tiroler Rekordpreis und landete im nationalen Ranking der teuersten Wohnungsbezirke hinter dem ersten Wiener Bezirk und Wien-Wieden auf dem dritten Rang.

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In Imst belief sich der Durchschnittspreis pro Wohnung auf 237.230 Euro (-3,5 %), der Quadratmeterpreis stieg aber (+2,1 %). In Schwaz kostete eine Wohnung 248.465 Euro (+18,7 % bzw. +28,5 % je m²) und in Landeck 267.271 (-28,2 % bzw. -33,9 % je m²). Günstig seien die Eigentumswohnungspreise in Tirol nur in Lienz mit 150.023 Euro (-1,5 %, aber +21 % je m²) und in Reutte mit 131.685 Euro (-24,8 % bzw. -14 % je m²) , betonte Remax.

Bundesweit kosteten Wohnungen im ersten Halbjahr laut Remax um 4,4 % mehr als im Vorjahr. 216.227 Euro wurden im Schnitt für eine Wohnung bezahlt. (mas, APA)


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