Thiem ohne Satzverlust in dritter French-Open-Runde

Dominic Thiem hat am Mittwoch die dritte Runde der mit 38,41 Mio. Euro dotierten French Open erreicht. Der US-Open-Sieger besiegte Jack Sock aus den USA mit 6:1,6:3,7:6(6). Der Niederösterreicher trifft nun am Freitag auf den Sieger des Duells zwischen dem Norweger Christian Ruud und dem US-Amerikaner Tommy Paul. Das Aus kam hingegen für Jurij Rodionov. Der 21-jährige Qualifikant aus Niederösterreich unterlag dem Slowaken Norbert Gombos mit 2:6,6:2,6:7(4),4:6.

Rodionov hatte sich erstmals für ein Major-Turnier qualifiziert. Er kann mit einem Preisgeld von 84.000 Euro brutto und dem Vorstoß in die Top 150 im ATP-Ranking dennoch sehr positiv bilanzieren. Auch der zwölffache Paris-Sieger und Titelverteidiger Rafael Nadal entledigte sich seiner Zweitrunden-Aufgabe rasch und feierte gegen Mackenzie McDonald (USA) ebenso einen glatten Sieg.

Thiem musste im dritten Durchgang bei 3:6 im Tiebreak drei Satzbälle abwehren. „Ich habe ein bisserl einen minimalen Energieabfall gehabt im dritten Satz. Vor allem wie ich zweimal die Break-Führung vergeben habe. Die ersten zwei Sätze waren echt gut, wobei man sagen muss, dass er den ersten komplett verschlafen hat“, analysierte Thiem noch auf dem Platz im ORF-TV-Interview.

Thiem ärgerte sich vor allem darüber, dass er bei 2:1 und bei 4:3 jeweils das zuvor geschaffte Break nicht bestätigen konnte. „Vor allem das zweite Rebreak darf ich nie bekommen nach 40:15 und einer leichten Vorhand. Dann war ich ein bisserl glücklich am Ende, dass ich die drei Satzbälle abwehre“, war Thiem erleichtert. „Ich bin froh, dass ich nicht in einen vierten gehen musste.“

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Den Schwung aus New York habe er gut mitgenommen. „Vom Selbstvertrauen und vom Spielerischen her ist alles top. Ich fühle mich sehr wohl bei den Schlägen, fühle mich auch schnell und habe nirgends Probleme. Aber natürlich renne ich die ganze Zeit auf einem sehr hohen Spannungsgrad bis auf die leichte Auszeit zu Hause. Ich muss schauen, dass ich mit der Energie gut haushalte“, lautet Thiems Vorgabe für das weitere Turnier.

Der zweite noch im Einzel-Bewerb befindliche Österreicher, Jurij Rodionov, musste sich nach hartem Kampf und nach zwei medizinischen Timeouts dem Slowaken Norbert Gombos nach 2:49 Stunden in vier Sätzen beugen. Der Lauf des 21-Jährigen ist damit vorbei. Rodionov hatte sich zunächst erstmals qualifiziert und dann in Runde eins gegen Jeremy Chardy (FRA) einen 0:2-Satzrückstand aufgeholt sowie einen Matchball abgewehrt, ehe er nach fast vier Stunden in fünf Sätzen gewonnen hatte.

Bei Rodionov verlief das Match nach verpatztem Auftaktsatz (2:6 in 26 Minuten) durchaus wieder mit etwas Drama. So musste der gebürtige Nürnberger mit weißrussischen Wurzeln im vierten Game des zweiten Durchgangs eine medizinische Auszeit nehmen und entfernte auch die Verbände von beiden Oberschenkeln. Danach gelang Rodionov vorerst die Wende und nach 72 Minuten der Satzausgleich.

Durchgang drei verlief spannend, Rodionov holte neuerlich den Physio auf den Court und ließ sich diesmal in Rückstand liegend am Rücken behandeln. Er egalisierte ein 2:4, kam ins Tiebreak, das er vorentscheidend mit 4:7 abgeben musste. Bis zum 5:4 für Gombos hielt Rodionov aber noch mit, dann musste er zum 4:6 das Service und auch das Match abgeben. Gombos nutzte den ersten Matchball.


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