Nadal souverän, Wawrinka mit Satzverlust weiter

Rafael Nadal hat am Mittwoch seinen Kurs auf Roland-Garros-Titel Nummer 13 in unwiderstehlicher Manier fortgesetzt. Der Weltranglisten-2. ließ dem US-Amerikaner Mackenzie McDonald beim 6:1,6:0,6:3 keine Chance und steht in der dritten Runde. Dies gelang neben Dominic Thiem (AUT-3) u.a. auch dem dreifachen Major-Sieger Stan Wawrinka, der gegen den Deutschen Dominik Koepfer beim 6:3,6:2,3:6,6:1 einen Satz abgeben musste. Der Schweizer hat die French Open 2015 gewonnen.

„Ich bin bisher sehr glücklich mit meinem Start in die French Open“, sagte Wawrinka. „Ich fühle mich gut, habe richtig trainiert und ich mag die Bedingungen hier. Schauen wir, was in den nächsten zwei Wochen passiert“, erklärte der Schweizer. Wawrinka wäre im Achtelfinale ein möglicher Gegner von Thiem.

Nadal hält nun in seinem „Wohnzimmer“ bei nicht weniger als 95:2-Siegen. „Ich versuche einfach, jeden einzelnen Tag mein Bestes zu zeigen. Heute war es nicht so kalt, das ist die Hauptsache. Wenn es nicht so kalt ist, sind die Bedingungen nicht so schlecht, aber der Ball ist dennoch sehr schwer“, erklärte Nadal, der erst im Halbfinale erneut auf Thiem treffen könnte. Er trifft nun Kei Nishikori (JPN) oder Stefano Travaglia (ITA).

„Es sind sehr traurige Nachrichten für das Tennis, für Roland Garros und besonders für sie. Es tut mir leid für sie.“ Tröstende Worte hatte Nadal auch für den weiblichen Superstar Serena Williams übrig. Die US-Amerikanerin hatte ihr Zweitrundenmatch gegen Zwetana Pironkowa (BUL) wegen seit den US Open anhaltenden Achillessehnenproblemen absagen müssen.

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„Ich wollte es wirklich versuchen, aber ich denke, wenn ich nicht richtig laufen kann, dann ist es ein Zeichen, dass ich pausieren sollte.“ Williams hatte bereits bei den US Open in New York, bei denen sie im Halbfinale an der Weißrussin Viktoria Asarenka gescheitert war, Schmerzen an der Achillessehne verspürt. „Ich denke, die zwei Wochen zwischen beiden Turnieren waren einfach nicht genug, damit es komplett verschwindet.“

Alles gegeben und vielleicht wenig Aussichten auf eine Fortsetzung des Turniers hat auch Kiki Bertens. Die als Nummer 5 gesetzte Niederländerin wehrte gegen die frühere Paris-Finalistin Sara Errani einen Matchball ab und rang die Italienerin in 3:11 Stunden mit 7:6(5),3:6,9:7 nieder. Sie hatte im Entscheidungssatz große körperliche Probleme und musste nach dem Sieg gar im Rollstuhl in die Umkleidekabinen gebracht werden.

Bemerkenswert bei den Damen: Schon jetzt ist keine der vier Halbfinalistinnen der US Open mehr dabei. Die Triumphatorin in Flushing Meadows, Naomi Osaka (JPN), hatte schon im Vorfeld auf ein Antreten in Paris verzichtet. Die US-Amerikanerin Jennifer Brady erlitt ein Auftakt-Aus und nun erwischte es neben Serena Williams auch Viktoria Asarenka. Die weißrussischen New-York-Finalistin musste sich der Slowakin Anna Karolina Schmiedlova überraschend und klar mit 2:6,2:6 beugen.


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