Oberammergauer Passionsspiele starten Vorverkauf für 2022

Mit dem Ticketvorverkauf starten nächste Woche die Vorbereitungen für die coronabedingt auf 2022 verschobene Oberammergauer Passion. Die Hälfte der Karten ist allerdings schon vergeben: Die Passion wäre für dieses Jahr praktisch ausverkauft gewesen - wer reserviert hatte, konnte umbuchen. Ab Montag können die übrigen Karten für das Laienspiel vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu erworben werden, wie Spielleiter Christian Stückl am Donnerstag mitteilte.

Die Oberammergauer wollen die Passion vom 14. Mai bis 2. Oktober 2022 auf die Bühne bringen. Zu rund 100 Aufführungen werden 450.000 Besucher aus aller Welt erwartet. „50 Prozent der Karten sind bereits für 2022 gebucht“, sagte Walter Rutz, Geschäftsführer der Passionsspiele Oberammergau Vertriebsgesellschaft. „Es freut uns, dass so viele Kunden dabei geblieben sind.“ Die übrigen Tickets seien storniert und das Geld zurückgezahlt worden. Es gibt Einzeltickets oder Arrangements mit Übernachtung.

Die Planung für die Passionsspiele gestalte sich herausfordernd, da eine genaue Prognose für 2022 nicht möglich sei. „Welche Auflagen in zwei Jahren gelten, ist jetzt noch nicht absehbar“, sagte Stückl. „Wir sind in Kontakt mit den zuständigen Stellen und werden uns eng mit ihnen abstimmen.“ Fest stehe aber: „Wir werden spielen, das Gelübde erfüllen und die Tradition der Passionsspiele fortführen.“

Das Passionsspiel geht auf ein Gelübde von 1633 zurück. Damals tobte die Pest im Lande. Die Oberammergauer gelobten, alle zehn Jahre die Passion aufzuführen, um die grassierende Seuche abzuwenden. Der Legende nach starb danach niemand im Dorf mehr an der Pest.

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