Wien schickt zur Corona-Testung nun Fahrradboten

Wien stellt die Strategie bei der Testung von Coronavirus-Verdachtsfällen um - auf Fahrradboten. Diese werden nun Personen mit Symptomen daheim aufsuchen und die Untersuchung in die Wege leiten, wie Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Freitag erläuterte. Voraussetzung dafür, dass kein medizinisches Personal mehr nötig ist, ist auch eine Änderung der Testmethode. Es werden in diesen Fällen nur mehr Gurgeltests verwendet.

Als Partner konnte die Veloce Liefert GmbH gewonnen werden, die auch bereits erste Einsätze geprobt hat, wie es hieß. Nun erfolgt der Roll-Out. An die 1.000 Proben sollen die Mitarbeiter per Rad oder E-Moped täglich abholen. Die Vorgangsweise ist dabei grundsätzlich ähnlich wie bisher. Bei Symptomen soll zunächst das Gesundheitstelefon 1450 kontaktiert werden.

Personen, die als Verdachtsfall einzustufen sind, haben dann die Wahl. Entweder sie können mit dem Auto zu einer Teststraße fahren, oder sie warten daheim auf Besuch. In diesem Fall wird aber kein Team mehr mit medizinischer Ausrüstung geschickt, das einen Rachenabstrich in die Wege vornimmt. Stattdessen kommt Veloce. Die zu testenden Personen können die Probe - mit genügend Abstand - dann selbst abnehmen.

Unterdessen kamen in den vergangenen 24 Stunden in der Bundeshauptstadt 266 Corona-Infektionen hinzu. Damit gibt es nunmehr insgesamt 16.687 positive Testergebnisse, teilte der medizinische Krisenstab der Stadt am Freitag mit (Stand: 8.00 Uhr). Die Zahl der „aktiven“ Fälle lag bei 4.408 - und war damit niedriger als am Vortag mit 4.484 Erkrankten. Eine Frau im Alter von 90 Jahren ist an den Folgen der Coronavirus-Infektion verstorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle auf 253. 12.026 Personen sind inzwischen in Wien wieder genesen.


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