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Ischgl-Kommission: Nervosität in der ÖVP steigt, Tilg ist „abgetaucht“

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Es sind entscheidende Tage für Gesundheits-LR Tilg.
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Innsbruck – In der Tiroler ÖVP steigt die Nervosität, am 12. Oktober wird der Vorsitzende der unabhängigen Expertenkommission Ronald Rohrer seinen Bericht zum Corona-Krisenmanagement im Land präsentieren. In der ÖVP geht es in erster Linie darum, Parteichef und Landeshauptmann Günther Platter aus der Schusslinie zu nehmen. Schließlich wird sich die Öffentlichkeit auf den Bericht stürzen. Dass darin Defizite aufgezeigt werden, davon wird ausgegangen.

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Was aber bereits seit Wochen auffällt: Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP), der im Frühjahr die Kritik auf sich gezogen hat, tritt kaum noch in Erscheinung. Er ist sozusagen von der Bildfläche verschwunden. Auch intern. Seit Tirol wieder mit steigenden Infektionszahlen konfrontiert ist, konzentriert sich das Corona-Krisenmanagement fast ausschließlich auf Platter. Für den ÖVP-Chef stehen jetzt entscheidende Tage bevor: vor und nach dem Rohrer-Bericht. Denn was tut Tilg – und was Platter?

Schon seit Wochen wird über personelle Veränderungen im ÖVP-Regierungsteam spekuliert. Die Expertise zum Covid-Krisenmanagement dürfte diese erneut befeuern – schon im Vorfeld. Unabhängig davon, was die Kommission präsentiert. Tilg hat sich in der Vergangenheit als Steher erwiesen, Platter es abgelehnt, auf Zurufe von außen zu reagieren. Der in der ÖVP immer öfter diskutierte Ausweg: Tilg könnte noch vor dem 12. Oktober von sich aus gehen und damit Platter den Rücken freihalten. Schließlich ist Platter über Jahre loyal zu ihm gestanden. (pn)


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