Frischer Wind gegen veraltete Klischees bei den Bäuerinnen in Oberhofen

Neue Ideen für die Bäuerinnen: Manuela Fritz, Heidi Puelacher und Altobfrau Elisabeth Fritz (v. l.).
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Von Martina Schratzberger

Oberhofen – Während dort und da Ortsgruppen aufgelöst werden, bläst bei den Bäuerinnen in Oberhofen frischer Wind: Rund um die neu gewählte Doppelspitze mit Obfrau Manuela Fritz und Stellvertreterin Heidi Puelacher krempeln die Bäuerinnen für eine neue Ära die Ärmel hoch. Zuvor hatte Elisabeth Fritz nach 30 Jahren an der Spitze der Organisation das Zepter übergeben.

„Erst konnten wir uns es nicht so recht vorstellen, die Aufgabe zu übernehmen. Je mehr wir aber darüber nachdachten, desto mehr sprudelten die Ideen aus unseren Köpfen“, erklärt das neue Führungsduo. Jetzt wollen Fritz und Puelacher mit dem neuen, stark verjüngten Vorstand anpacken.

Viele Programmpunkte sollen erhalten und überarbeitet werden. Dort und da gibt es Bestrebungen, Neues zu gestalten. „Nachdem im Vorstand viele Mütter sind, wollen wir verstärkt die Familien im Ort einbinden.“ So gibt es auch Bestrebungen, über die Landwirtschaftskammer Seminare zu organisieren, mit Themen, die auch Nicht-Bäuerinnen ansprechen sollten. Zu viel möchten die beiden aber noch nicht verraten. Der Fokus werde aber weiterhin auf Landwirtschaft, Tradition, Bodenständigkeit und christlich-kulturelle Werte gelegt.

Freilich wird das ein oder andere Vorhaben Corona-bedingt auf der Warteliste ausharren müssen, was den Bäuerinnen etwas in die Hände spielt, zumal die Hofläden regelrecht gestürmt werden. Ursprüngliches, Regionales stehe hoch im Kurs.

Das Image eines von der Gesellschaft belächelten Bauern habe sich in den vergangenen Jahren längst überholt. Was unter dem Strich herauskommt, sei ein hoch angesehener Berufsstand, dem wieder entsprechende Wertschätzung entgegengebracht werde. „Nicht unterschätzen darf man das positive Lebensgefühl, das einem durch die Arbeit geschenkt wird und wie sehr dadurch die Familie zusammenrückt“, sagen die Oberhoferinnen.


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