AG-Vertreterin Sabine Hanger zur neuen ÖH-Chefin gewählt

Die 25-jährige Niederösterreicherin Sabine Hanger von der ÖVP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) ist am Freitagnachmittag zur neuen Vorsitzenden der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) gewählt worden. Die Jus-Studentin erhielt im dritten Wahlgang 20 Stimmen in der 55-köpfigen Bundesvertretung, dem österreichweiten Studentenparlament. Da nur 30 gültige Stimmen abgegeben wurden, reichte dies für die absolute Mehrheit.

In den vergangenen Wochen war eine linke Koalition aus Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und Fachschaftslisten (FLÖ) geplatzt. Alle drei Vorsitzenden waren nach und nach zurückgetreten, zuletzt kurz vor Sitzungsbeginn ÖH-Chefin Adrijana Novakovic (GRAS).

Eine formelle Koalition gibt es vorerst nicht - noch kurz vor der Sitzung waren entsprechende Verhandlungen gescheitert. Zuletzt im Gespräch war eine breite Zusammenarbeit der großen Fraktionen, diese hat es zumindest bei der Wahl Hangers aber offenbar nicht gegeben. Sie hatte in den ersten beiden Wahlgängen trotz fehlender Gegenkandidaten nur je 22 Stimmen bekommen. Im dritten Wahlgang standen dann noch zwei weitere AG-Vertreter zur Wahl.

In der 55-köpfigen Bundesvertretung verfügt die AG über 15 Sitze. GRAS und VSStÖ haben je 13 Mandate, es folgen die JUNOS mit sechs Sitzen und die FLÖ mit fünf. Zwei konkurrierende Kommunistische StudentInnenverbände (KSV-KJÖ bzw. KSV LiLi) sowie der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) haben je einen Vertreter.

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