Justiz ermittelt gegen ehemalige Tiroler FPÖ-EU-Abgeordnete Kappel

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen die ehemalige FPÖ-EU-Abgeordnete Barbara Kappel wegen des Verdachts des schweren Betrugs und Verleumdung.

Die ehemalige FPÖ-EU-Abgeordnete Barbara Kappel steht im Verdacht des Betrugs. Ihr Anwalt dementiert alle Vorwürfe.
© Thomas Boehm / TT

Wien – Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen die ehemalige FPÖ-EU-Abgeordnete Barbara Kappel wegen des Verdachts des schweren Betrugs sowie Verleumdung von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Die Anklagebehörde bestätigte am Samstag entsprechende Medienberichte.

Kappel, eine gebürtige Tirolerin, soll von einem bulgarischen Geschäftsmann Geld entgegengenommen haben; sie soll ihn glauben gemacht haben, dass ihre Kandidatur an eine Spende an die FPÖ gebunden sei.

„Geldbotin“ für die FPÖ fungiert

Kappel hatte erklärt, als „Geldbotin“ für die FPÖ fungiert zu haben. Ende 2018 habe sie von einem bulgarischen Geschäftsmann eine Geldspende entgegengenommen und an die FPÖ weitergeleitet. Vorangegangen sein soll dem eine entsprechende Aufforderung Straches. Dieser dementierte sämtliche Vorwürfe. Bei der EU-Wahl 2019 sei nie eine Kandidatur Kappels angedacht gewesen.

Gegen Kappel werde nun ermittelt, weil sie im Verdacht steht, den bulgarischen Geschäftsmann getäuscht und sich selbst bereichert zu haben. Der Verdacht der Verleumdung besteht aufgrund der Aussagen über Strache.

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Kappels Anwalt Oliver Scherbaum weist die Anschuldigungen zurück und rechnet mit einer raschen Einstellung des Verfahrens. (TT, APA)


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