Österreich leistet Menschen im Libanon Nahrungsmittelhilfe

Österreich leistet dem krisengebeutelten Libanon durch das Landwirtschaftsministerium Nahrungsmittelhilfe in Höhe von 600.000 Euro. Wie das Ministerium schriftlich mitteilte, wird die Hilfe via Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) abgewickelt. Laut Ressortchefin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ist rund die Hälfte der Menschen im Libanon nicht ausreichend mit Essen versorgt. Die angekündigte österreichische Hilfe erreicht demnach 30.000 Personen.

Der Libanon mit seinen gut sechs Millionen Einwohnern steckt in der tiefsten Krise seit dem Ende des 15-jährigen Bürgerkriegs 1990. Das Land versinkt in Schulden, die Banken sind gelähmt und die Währung ist im freien Fall. Die mit Massenprotesten konfrontierte Regierung trat nach der Explosionskatastrophe in der Hauptstadt Beirut vom 4. August, bei der mehr als 190 Menschen getötet, rund 6.000 verletzt und Hunderttausende obdachlos wurden, zurück. Eine neue Regierung ist nicht in Sicht. Der Libanon beherbergt seit Jahren auch rund 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien.

Österreich hat sich im Rahmen der Food Assistance Convention verpflichtet, pro Jahr mindestens 1,495 Mio. Euro an anrechenbarer Nahrungsmittelhilfe für Projekte in bedürftigen Drittstaaten, deren Bevölkerung von Naturkatastrophen heimgesucht oder kriegerischen Konflikten betroffen sind, zu leisten.

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