Acht Tote bei Anschlag auf Provinzgouverneur in Afghanistan

Bei einem Mordanschlag auf einen Provinzgouverneur sind in Afghanistan mindestens acht Menschen getötet worden. Etwa 30 weitere Menschen wurden bei der Attacke in der Hauptstadt der Provinz Laghman verwundet, wie ein Provinzsprecher am Montag sagte. Provinzgouverneur Rahmatullah Yarmal blieb bei dem Bombenattentat nach Polizeiangaben unverletzt. Vier seiner Leibwächter seien jedoch getötet worden. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke.

Die Provinz Laghman liegt östlich der afghanischen Hauptstadt Kabul und gilt als verhältnismäßig ruhig. Die militant-islamistischen Taliban kontrollieren jedoch Gebiete und verüben regelmäßig Anschläge.

Am Samstag wurden bei einem Bombenanschlag in der Provinz Nangarhar mindestens 15 Menschen getötet, darunter auch viele Kinder. Mindestens 40 weitere Zivilisten wurden teils schwer verwundet.

Insgesamt starben laut UNO-Angaben in der ersten Jahreshälfte fast 1.300 Zivilisten. Laut der unabhängigen Menschenrechtskommission Afghanistans wurden in den ersten sechs Monaten 533 Zivilisten gezielt ermordet. Trotz der Aufnahme von Friedensgesprächen am 12. September in Katar geht der Afghanistan-Konflikt brutal weiter.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte