Es wartet noch viel Arbeit: Haie brauchen in Über- und Unterzahl mehr Biss

Nach der 2:3-Penaltyniederlage gegen Bratislava trauerten die Haie zwei verlorenen Punkten nach und wissen, wo sie ansetzen müssen.

Die Scheibe wollte speziell im letzten Drittel gegen Bratislava nicht über die Linie – auch Clemens Paulweber war für die Haie knapp dran.
© Michael Kristen

Von Alex Gruber

Innsbruck – „Wir hatten die Chance, dieses Spiel zu gewinnen, und könnten mehr Punkte haben“, wusste HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe nach der unglücklichen Niederlage gegen den slowakischen Liganeuling, dass die Haie nach vier Runden eigentlich bei neun und nicht „nur“ sieben Zählern halten müssten.

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Die Saison ist noch jung. „Und in einem Penaltyschießen kann immer alles passieren. Wir müssen das Positive mitnehmen“, notiert O’Keefe. Positiv waren die starke Leistung von Back-up-Keeper Rene Swette oder z. B. Einsatzzeiten für Jung-Verteidiger (Wetzelsberger, Jaunegg) zu vermerken. Auch Sam Herr machte viel Betrieb, blieb bei insgesamt sechs Schüssen und bei starken Gegenstößen (auch in Unterzahl) gegen Bratislava aber glücklos. „Er ist ein harter Arbeiter und das wird sich bezahlt machen“, glaubt O’Keefe, dass die Zeit des 27-jährigen Amerikaners noch kommen wird. Außerdem bekommt Linienpartner Daniel Ciampini am Freitag in Graz seinen zuletzt gesperrten „Zwilling“ Braden Christoffer zurück. Und in der Torhüterwahl – „es ist gut, eine Konkurrenzsituation zu haben“ – hält O’Keefe mit Swette und Tom McCollum zwei Optionen.

Apropos Torhüter: Da glänzte beim kommenden Gegner, den Graz 99ers, ein gewisser 20-jähriger Felix Nussbacher zuletzt beim 2:0-Sieg gegen den KAC mit Bestnoten und führt nach zwei Einsätzen die Liga-Statistik mit einer sensationellen Fangquote von 98,2 Prozent an.

Die Haie tun in den kommenden Wochen gut daran, gewisse Zahlen zurechtzurücken. Der vorletzte Platz in der Powerplay-Wertung (9,5 %) und letzte Rang im Penaltykilling (70,8 %) erklären von alleine, wo der Hebel anzusetzen ist. „Wir haben zwar schon letzte Woche viel in die Arbeit mit den Special Teams investiert, müssen das diese Woche aber noch mehr tun“, weiß O’Keefe um diese Schlüsselfaktoren. Denn Graz sei trotz bärenstarker Offensive voraussichtlich einer jener Gegner, denen man im Kampf um einen Play-off-Platz auf Augenhöhe begegnen müsse.

Yogan ist zurück: Ligakonkurrent Dornbirn nahm Ex-Hai Andrew Yogan unter Vertrag. Der 28-jährige Sonnyboy aus Florida, der vergangene Saison bei Fehervar spielte, ist mit 189 Scorerpunkten (davon 124 in zwei Spielzeiten für Innsbruck) in 183 Ligaspielen eine echte Größe.


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