Gegen jede Krise wächst ein Krautinger in der Wildschönau

Wildschönau – Die Wildschönauer „Krautingerwoche“ ging heuer wegen der Corona-Krise anders über die Bühne als gewohnt. Ein großes Fest blieb...

Schnapsbrennen ist Frauensache: Die Bäuerinnen aus dem Hochtal (v. l.) Yvonne Prosser, Beate Holaus, Hildegard Thaler, Resi Prosser, Waltraud Schellhorn, Marita Thaler, Zita Gruber und Bettina Unterberger präsentierten ihre Krautinger-Schnäpse.
© Silberberger

Wildschönau – Die Wildschönauer „Krautingerwoche“ ging heuer wegen der Corona-Krise anders über die Bühne als gewohnt. Ein großes Fest blieb aus – die Wirte zauberten jedoch wie gewohnt Mahlzeiten aus der Stoppelrübe. Die Kulturabteilung der Gemeinde und der Tourismusverband luden acht „Krautinger-Brenner“ zur Verkostung der Schnäpse und zum gemeinsamen Rüben-Mahl in den Steiner Hof.

Der Sieger soll heuer erstmals von verschiedenen Krautingerfans gekürt werden, anstatt wie bisher von einer Jury. Die Veranstalter bieten dazu 120 Sets mit je acht Krautinger-Flascherln an. Für 49 Euro können diese im TVB Wildschönau und im Bauernladl in Oberau erworben werden. Wer den besten hat, soll per Abstimmung Anfang November entschieden werden.

Der „Krautinger“ ist EU- weit geschützt und darf nur in der Wildschönau hergestellt werden. Das Brennrecht stammt noch aus der Zeit von Kaiserin Maria Theresia. Zwischen zehn und zwölf Bauern produzieren für gewöhnlich den Schnaps aus der Stoppelrübe. (ts, TT)

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