Zwölf Leichen in zwei Geländewägen in Mexiko gefunden

Am Rande einer mexikanischen Landstraße sind in zwei Geländewagen zwölf Leichen entdeckt worden. Außerdem wurde dort eine schriftliche Botschaft einer kriminellen Bande auf einem Stück Pappe gefunden, wie die Generalstaatsanwalt des zentralmexikanischen Bundesstaates San Luis Potosí am Montag mitteilte. Zu den Identitäten der zehn Männer und zwei Frauen sowie den Todesursachen werde noch ermittelt. Der Inhalt des Schreibens wurde nicht veröffentlicht.

In der ersten Jahreshälfte 2020 wurden in Mexiko, das knapp 130 Millionen Einwohner hat, laut offizieller Statistik 98,8 Mordopfer pro Tag gezählt - noch etwas mehr als im Vorjahr. Zudem gelten mehr als 73 000 Menschen als verschwunden. Die Gewalt in dem nordamerikanischen Land geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Banden, die teilweise Verbindungen zu Sicherheitskräften haben. Häufig legen sie die zerstückelten Leichen ihrer Opfer an öffentlichen Orten ab und befestigen daran Zettel mit Warnungen an ihre Rivalen. Die meisten Verbrechen werden in Mexiko nie aufgeklärt.

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