FIS-Rennchef vor dem Winter: „Es geht ums Überleben“

Zwölf Tage vor dem Auftakt im Ski-Weltcup in Sölden hat FIS-Renndirektor Markus Waldner die Ausgangslage für den Winter umrissen: „Heuer geht es ums Überleben. Wir haben eine Mission: Wir müssen Rennen fahren.“ Die Ski-WM im Februar in Cortina d‘Ampezzo ist das Highlight und für Waldner offenbar der heimliche Rettungsanker. „Dort wird sehr viel Geld generiert über Marketing- und TV-Rechte. Dieses Geld wird dann ausgeschüttet an die Verbände, damit wir die Saison überleben.“

Das sei notwendig, um im Folgejahr „hoffentlich wieder in die Routine zurückzukommen“, erklärte Waldner in seiner Funktion als Herren-Renndirektor in der Servus-TV-Sendung „Sport & Talk“ am Montagabend. „Wenn wir nicht fahren, dann bricht das ganze System zusammen.“ Auch für die Athleten, deren Brotberuf nun mal das Rennfahren sei. „Wenn wir keine Rennen machen, gibt es für sie nichts zu essen“, malte Waldner sinnbildliche Konsequenzen.

Dass die Nordamerika-Tournee schon Mitte August abgesagt wurde, sieht der Südtiroler nach wie vor als richtigen Schritt. Denn man umgehe damit mögliche Reiseturbulenzen und könne gleichsam Kosten sparen. „Viele Teams haben Budgetkürzungen, wir müssen wirklich schauen, die Kosten zu reduzieren.“

Die mit dem Damen-Riesentorlauf am 17. Oktober in Sölden unter Zuschauerausschluss beginnende Saison sei ausfinanziert, meinte Waldner nach Rücksprache mit TV-Partnern. „Von der finanziellen Seite ist die Kohle da - das ist einmal das Wichtigste.“

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Jetzt sei die Umsetzung gefragt, in der er von den Beteiligten Flexibilität einfordert. „Notlösungen“, etwa was die Orte der Rennen angehe, seien absolut denkbar. „Alles ist möglich heuer. Wichtig ist, dass wir offen und flexibel sind und viel Eigenverantwortung haben“, erklärte Waldner.


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