Willi erteilt neuem Recyclinghof in Innsbruck vorerst eine Abfuhr

BM Georg Willi möchte den Standort in der Rossau optimieren und mit den Umlandgemeinden kooperieren. Ein Neubau im Westen ist hintangestellt.

Vor dem Recyclinghof stauen sich immer wieder die Autos.
© Domanig

Von Denise Daum

Innsbruck – Eine Zumutung sei die Recyclinghof-Situation in Innsbruck, sagt Helmut Buchacher. Nicht nur, dass zahlreiche Innsbrucker quer durch das Stadtgebiet in die Rossau fahren müssen, um ihren Müll abzuladen. Immer wieder bilden sich dort lange Autoschlagen. „Ich war gerade am Samstag beim Recyclinghof. Es ist ein Wahnsinn, was sich da abspielt“, sagt Buch­acher. Er fordert schon seit Langem – wie auch die ÖVP und die FPÖ – einen zweiten Recyclinghof am anderen Ende der Stadt, sprich im Westen. „Aber es geht nichts weiter, obwohl die Innsbrucker Kommunalbetriebe schon mehrere mögliche Standorte vorgeschlagen haben“, ärgert sich Buchacher.

Für Bürgermeister Georg Willi (Grüne) ist ein Neubau im Westen allerdings nicht das Mittel erster Wahl. „Die Idee ist, dass wir den bestehenden Recyclinghof in der Rossau optimieren“, so Willi. Das heißt zum einen eine Ausweitung der Öffnungszeiten. Zum anderen soll eine zweite Entsorgungsstraße errichtet werden. Die Beschaffung der dafür notwendigen Gründe sollten kein großes Hindernis darstellen, sie stehen im Eigentum der Innsbrucker Immobiliengesellschaft.

Als längerfristige Lösung soll mit den Nachbar- und Umlandgemeinden eine Kooperation eingegangen werden. Wer dann seinen Müll wo abgeben darf, sei Verhandlungssache. Der Recyclinghof Aldrans würde sich beispielsweise für Igler anbieten.

Ein Neubau im Westen ist indes laut Bürgermeister vorerst nicht geplant. Diese Option sei zwar nicht ganz vom Tisch, aber Willi möchte lieber „bestehende Konzepte optimieren und nutzen, als etwas Neues zu bauen“.

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Die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) stehen Gewehr bei Fuß, für welche Lösung auch immer sich die Stadt entscheidet, sagt Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller. Die IKB selbst würden einen zweiten Standort – am besten im Westen – bevorzugen. Eine umfangreiche Standortstudie ist bereits erarbeitet und wurden der Stadt Innsbruck vorlegt. Aber natürlich sei auch eine Optimierung am bestehenden Standort in der Rossau eine Option. Wichtig sei nur, dass in dieser Sache bald eine Entscheidung falle, so Müller.


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