„Wald der Zukunft“ gibt Richtung für Forstwirtschaft vor

Der „Wald der Zukunft“ im Bundesforste-Revier Hinterbrühl bei Sulz im Wienerwald im Bezirk Mödling gibt Auskunft darüber, wie die Forstwirtschaft in 100 Jahren aussehen könnte. Bei einem Lokalaugenschein machten sich am Dienstag Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ein Bild davon. Gesprochen wurde über notwendige Maßnahmen zum Umbau der Wälder sowie zur Anpassung der Bäume an die künftigen Klimabedingungen.

Im Hinterbrühler Revier gedeihen in einem kleinen Waldstück unterschiedliche Baumarten wie Buchen, Lärchen, Tannen aber auch Fichten und Wildobstbäume. „Der Wald der Zukunft wird ein bunter und artenreicher Mischwald sein, da sich Mischwälder als stabiler gegen Umwelteinflüsse erwiesen haben“, wagte Bundesforste-Vorstand Rudolf Freidhager einen Ausblick. Für alle 120 Reviere der Bundesforste seien bereits klimaangepasste Zukunftskonzepte bis 2050 bzw. 2100 entwickelt worden. „Auf rund 500.000 Hektar werden wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten den Wald der Zukunft bauen“, kündigte Freidhager an.

Van der Bellen sah in den Wäldern eine unersetzliche Lebensgrundlage der Menschen. „Pflanzen wir also Bäume, auch wenn wir selber nicht mehr in deren Schatten sitzen werden, sondern unsere Kinder und Kindeskinder“, appellierte der Bundespräsident. Köstinger verwies u.a. auf den mit 350 Millionen Euro dotierten Waldfonds. Damit werde Österreichs Forstwirtschaft unterstützt, „um gestärkt in eine nachhaltige, klimafitte Zukunft gehen zu können“.


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