Autorin Ruth Klüger 88-jährig gestorben

Die österreichisch-amerikanische Autorin und Literaturwissenschafterin Ruth Klüger ist in der Nacht auf Dienstag im Alter von 88 Jahren nach langer Krankheit in Kalifornien gestorben. Das teilte der Zsolnay Verlag am Mittwoch mit. Die 1931 in Wien geborene Holocaust-Überlebende lehrte nach ihrer Emigration Germanistik an der University of Virginia, in Princeton sowie an der University of California in Irvine.

Die Autorin erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Österreichische Staatspreis für Literaturkritik (1997), der Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (2001), die Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen (2003), der Roswitha-Preis (2006), der Lessing-Preis (2007) und der Theodor-Kramer-Preis (2011). Ihre Autobiografie „weiter leben. Eine Jugend“ (1992) wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen „Was Frauen schreiben. Essays“ (2010) und „Zerreißproben. Kommentierte Gedichte“ (Zsolnay, 2013), „Marie von Ebner-Eschenbach. Anwältin der Unterdrückten“ (Mandelbaum, 2016) und „Gegenwind. Gedichte und Interpretationen“ (Zsolnay, 2018).

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