Rekord von 1.209 Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich

Am Donnerstag hat es mit 1.209 bestätigte Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden einen Rekordwert in Österreich gegeben. Es ist auch bereits das dritte Mal in diesem Monat, dass der Anstieg im vierstelligen Bereich liegt, 1.058 wurden am Samstag, 1.028 am Mittwoch vermeldet. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage gab es somit täglich 910 Neuinfektionen.

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 stieg um acht auf 838 Personen. Am Donnerstag gab es zudem 9.930 aktiv Erkrankte. 399 Menschen befanden sich auf Normalstationen im Krankenhaus, 19 weniger als am Mittwoch. Gestiegen ist aber die Zahl der Intensivpatienten - von 100 auf 107 am Donnerstag. 21.762 Tests wurden in den vergangenen 24 Stunden eingemeldet.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) will unterdessen die angeblich bevorstehende Schaltungen von vier Bezirken auf Rot nicht kommentieren. Er sei nicht Teil der Ampelkommission und greife in diese als Politiker auch nicht ein, erklärte Anschober am Donnerstag. Angesichts steigender Zahlen appellierte er aber an die Bevölkerung, sich an die Maßnahmen zu halten. Weitgehend passiere das zwar, „aber wir haben noch ein bisschen Luft nach oben“.

Wie die Tageszeitung „Österreich“ berichtete, stehen St. Pölten, Hermagor (Kärnten), Hallein (Salzburg) und Landeck (Tirol) vor einer roten Bewertung durch die Ampelkommission. Demnach tagten am Mittwoch die Experten der AGES, um die Bewertungsgrundlage zu erstellen, indem sie die Siebentages-Inzidenz pro 100.000 abhängig vom Anteil an symptomatischen Patienten und Alter der Erkrankten bereinigten. Für St. Pölten wurden laut der Zeitung 133,4 ausgewiesen, für Hermagor 132,2. Ebenfalls im rot leuchtenden Bereich sind demnach Hallein (98,2) und Landeck (94,1). Wien liege in der risikobereinigten Variante bei 80,4 und dürfte auf Orange bleiben.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Er könne noch nicht sagen, was das Ergebnis der Sitzung der Ampelkommission am Donnerstag sein werde, wollte sich Anschober auf den Zeitungsbericht nicht einlassen. Man habe eine „schwierige Situation“, verwies er auf steigende Zahlen. Diese seien mit den Zahlen aus dem Frühling nicht vergleichbar, weil viel mehr getestet werde, betonte der Minister. Dennoch müsse man die derzeitige Strategie nun „konsequent“ fortsetzen. Er richte deshalb auch einen „dringenden Appell“ an die Bevölkerung, wieder so mitzumachen wie im Frühling. Auch vonseiten der Ampelkommission gab es keinen Kommentar zu dem Bericht in „Österreich“.

Grundsätzlich merkte Anschober an, dass die Länder und Bezirke sehr motiviert seien, regionale Zusatzmaßnahmen zu setzen, um eine höhere Risikobewertung wieder zu korrigieren. Bis solche Maßnahmen wirken, dauere es aber ein bisschen, und in der Zwischenzeit könnten die Zahlen auch noch ansteigen.


Kommentieren


Schlagworte