Tiroler Jugend hat Recht auf Platz in der Stadt

Jugendliche haben ein Recht auf den öffentlichen Raum.
© Murauer

Innsbruck, Landeck – Jugendliche werden immer stärker aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Fallen sie auf, „werden häufig schnelle und res­triktive Lösungen gefordert, damit sich die Situation beruhigt“, kritisiert der Arbeitskreis für Mobile Jugendarbeit Tirol. Einmal im Jahr gestaltet man eine Aktionsreihe, um darauf hinzuweisen, dass auch die jüngere Generation ein Recht hat, den öffentlichen Raum zu nutzen. Mehrere Gemeinden nehmen an der Veranstaltungsreihe unter dem Motto „­JugendFreiRaum“ teil. Im Außerfern sind Ehrwald, Lermoos, Biberwier und Reutte dabei. Im Raum Innsbruck machen Hall, Absam, Mils, Rum und Zirl mit, im Unterland Wörgl, im Oberland Landeck. „Es gibt einfach zu wenige alternative Angebote“, betont der Landecker Leiter der Mobilen Jugendarbeit, Mario Pircher. Derzeit sei in der Stadt zwar einiges in Bewegung, was Freizeitangebote betrifft. „Der Status quo ist aber mau.“ Dazu komme, dass der öffentliche Raum nicht jugendgerecht sei und es immer wieder zu Konflikten komme.

Landeck gestaltet deshalb zum dritten Mal die Stadtsafari. Die Mobile Jugendarbeit „übernimmt“ am 17. Oktober den Stadtplatz. Die Jugendlichen sind – unter Einhaltung der Corona-Regeln – einen Nachmittag lang auf den Straßen unterwegs und lösen Aufgaben, so Pircher. Los geht es um 14 Uhr, Anmeldung sei keine erforderlich. (TT, mr)


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