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Corona infiziert Tirols Spitäler mit 160 Millionen Euro

Land schießt noch heuer 42 Mio. Euro zu, Tilg fordert Spitalsmilliarde und Neuregelung bei Gastpatienten.

Allein die Tirol Kliniken rechnen mit einer Erhöhung des Defizits um 40 Mio. Euro.
© tirol kliniken

Von Peter Nindler

Innsbruck – Schon vor der Corona-Krise waren die sechs Bezirkskrankenhäuser (Reutte, Zams, Schwaz, Kufstein, St. Johann und Lienz) und die Tirol Kliniken mit Innsbruck, Hall und Natters/Hochzirl mit steigenden Betriebsabgängen konfrontiert. Im Vorjahr wurde ein Rekordminus von 96,5 Millionen Euro verzeichnet, davon entfielen 75,2 Millionen Euro auf die Tirol Kliniken. Die Pandemie hat die finanzielle Situation in den Krankenanstalten noch verschärft. Allein die Tirol Kliniken rechnen mit einer Erhöhung des Defizits um 40 Mio. Euro. Am Ende dürften es wohl um die 115 Millionen Euro sein.

Insgesamt könnten die Spitals-Abgänge an der 160-Millionen-Euro-Marke kratzen. Wegen Corona mussten Bettenkapazitäten vorgehalten und Operationen verschoben werden. Das reduzierte Operationsgeschehen sei zum Großteil auf den Mehrbedarf an Fachpersonal im Intensivbereich für Covid-Patienten zurückzuführen gewesen, betonte zuletzt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (VP). „Das Anästhesiepersonal in den Krankenanstalten war in der intensivmedizinischen Versorgung gebunden und konnte daher nur noch in deutlich reduziertem Ausmaß den OP-Bereich versorgen.“ Zusätzliche Operationen wären nicht möglich gewesen, „weil die Intensivbereiche belegt und die OP-Kapazitäten daher personell erschöpft waren“.

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