Kurz bietet Gespräche zu Berg-Karabach in Österreich an

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat Armenien und Aserbaidschan Gespräche in Österreich zur Lösung des Konflikts um Berg-Karabach angeboten. Er habe in einem Telefonat mit Armeniens Regierungschef Nikol Paschinian seine Hoffnung auf eine friedliche Lösung zum Ausdruck gebracht, twitterte Kurz am Donnerstag, „und unser Angebot wiederholt, Gastgeber für eine weitere Gesprächsrunde zwischen den beiden Konfliktparteien zu sein“.

„Österreich war immer ein Ort des Dialogs, und wir werden weiter Deeskalation und direkte Gespräche fördern“, schrieb der Bundeskanzler auf Twitter. Kurz zeigte sich von der anhaltenden Eskalation in Berg-Karabach „sehr besorgt“. „Österreich ruft zu einem Ende der Kampfhandlungen auf und unterstützt Verhandlungen unter Schirmherrschaft der Minsk-Gruppe der OSZE“ (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), so Kurz.

Paschinian und der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hatten zuletzt im März des Vorjahres am Sitz der OSZE in Wien in einem rund zweistündigen Gespräch über eine mögliche Lösung des Konflikts um Berg-Karabach gesprochen. Damals empfing auch Kurz die beiden - getrennt voneinander.

Das fast nur noch von Armeniern bewohnte Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, wird aber seit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion von Armenien kontrolliert. Von 1992 bis 1994 kam es deswegen zu einem Krieg beider Länder mit bis zu 30.000 Toten. Immer wieder kam es zu Scharmützeln. 2016 kam es zu schwerwiegenden Gefechten und seit Ende September gibt es wieder heftige Kampfhandlungen.

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